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Gransee Ins Growodo zieht Leben ein
Lokales Oberhavel Gransee Ins Growodo zieht Leben ein
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18:29 20.12.2019
Carina Maltry und Jiri Maagh erwarten schon an diesem Wochenende ihre Gäste im Growodo, der Gaststätte in Großwoltersdorf. Quelle: Uwe Halling
Großwoltersdorf

Die neue Kaffeemaschine ist kaum geliefert und angeschlossen, da stehen auch schon die Nachbarn in der Tür. Die frisch renovierte Dorfgaststätte in Großwoltersdorf wird bis Ende Februar allerdings nur an einigen Wochenenden geöffnet sein.

Aber Carina Maltry und Jiri Maagh sind auf der Zielgeraden. Das Paar hat die alte Dorfkneipe wiederbelebt. Im Growodo, so haben sie das Bistro – abgeleitet vom Ortsnamen– genannt, sind sogar schon die ersten Gäste bewirtet worden. Anfang Dezember tagte dort die Lokale Aktionsgruppe Obere Havel (LAG), die solche Projekte wie das der Neu-Großwoltersdorfer bei der Beantragung von Fördermitteln aus dem Leader-Programm unterstützt. So konnten die LAG-Mitglieder das beinahe abgeschlossene Leader-Projekt begutachten und ein weihnachtliches Drei-Gänge-Menü genießen.

Carina Maltry und Jiri Maagh erwarten die Gäste im Growodo. Quelle: Uwe Halling

„An diesem Sonnabend werden von 17 bis 21 Uhr köstliche Flammkuchen zubereitet“, kündigt Carina Maltry an. Und am Sonntag, dem 22. Dezember, ab 10.30 Uhr wird das Angebot um Frühstücksvariationen erweitert, am Nachmittag gibt es hausgemachten Kuchen, und der Abend kann am Kaminfeuer mit einem Wein und leckerem Flammkuchen genossen werden. Bis zur Eröffnungsfeier, die für den 28. Februar 2020 geplant ist, wird das Growodo an mehreren Wochenenden geöffnet sein.

Carina Maltry (31) stammt aus Rheinland-Pfalz, Jiri Maagh (38) aus Berlin. Sie ist gelernte Hotelfachfrau, er hat Wirtschaftskommunikation studiert. Die Weiterbildung als Veranstaltungskaufleute brachte sie zusammen. Die beiden lernten sich 2010 kennen.

Wohnen und arbeiten in Großwoltersdorf

Der Wunsch, ein eigenes Haus zu besitzen und damit den Lebensunterhalt zu verdienen, führte sie nach Großwoltersdorf. Dort fanden sie „die Immobilie, mit der man etwas machen kann“. 2016 übernahmen sie die Gaststätte, die schon seit 20 Jahren leer stand. Die Wohnungen in der ersten Etage legten sie zusammen und schufen für sich und den mittlerweile vier Jahre alten Sohn ein Heim nach ihren Vorstellungen.

„In der Gaststätte ist alles neu“, berichten die beiden. „Wir haben jeden Quadratmeter fünfmal angefasst“, so Carina Maltry. Vieles ist selbst gemacht – von den Tischen bis zum Tresen. Von der Dorfkneipenatmosphäre ist außer dem Kachelofen nichts übrig geblieben: Licht und klare Strukturen – so wollten sie es haben. Im Ort sind die Neu-Großwoltersdorfer schon angekommen. Von Beginn an haben sie sich an Dorffesten wie Osterfeuer oder Halloween beteiligt.

Das Growodo befindet sich direkt an der Ortsdurchfahrt in Großwoltersdorf. Quelle: Uwe Halling

„Wir haben sehr nette Nachbarn“, sagt Carina Maltry, die froh darüber ist, dass der Kleine mal nach nebenan zur Ersatzoma zum Spielen gehen kann. Ansonsten fühlt er sich in der Kita Menz sehr wohl. Über die Kita und den Fußballverein, in dem Jiri Maagh mitspielt, finden sich leicht Bekanntschaften.

Quiche und Flammkuchen als Spezialität

Für die Küche ist Carina Maltry zuständig. Sie habe schon immer gern gekocht, erzählt sie, hat als 17-Jährige bei einem privaten Mädels-Dinner sogar gewonnen. Quiche und Flammkuchen gehören zu ihren Spezialitäten. Das und der selbst gebackene Kuchen wird im Growodo angeboten, darüber hinaus soll es später wechselnde Tagesgerichte geben. Ein wichtiger Geschäftszweig ist das Catering, sowohl für Veranstaltungen als auch für Ferienunterkünfte und Seminarhäuser in der Region zwischen Rheinsberg, Fürstenberg und Gransee. Nun ist das Growodo auf Personalsuche. Wer Interesse hat, findet über die Website den Kontakt.

Carina Maltry und Jiri Maagh können nun auch ihre Ideen verwirklichen, Events planen, Veranstaltungen organisieren. Jiri Maagh hat Erfahrungen im Fundraising und Marketing, und beiden macht das nach wie vor Spaß. Wenn die Sonne wieder höher steht, wird die Terrasse fertig sein. Dort, wo früher der wegen Bauschäden nicht mehr zu rettende Saal stand, sollen Gäste künftig einen Imbiss genießen. Und natürlich einen guten Kaffee.

Von Martina Burghardt

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