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Gransee Auf Fontanes Spuren in Gransee
Lokales Oberhavel Gransee Auf Fontanes Spuren in Gransee
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17:41 19.08.2019
Robert Rauh und Gabriele Radecke. Der Autor reiste Fontane hinterher und hat drei Bücher veröffentlicht. Quelle: privat
Gransee

Was haben das legendäre Klagemanns Hotel und die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Gransee gemeinsam? Die Immobilien von beiden Unternehmen standen und stehen auf demselben Fleck: in der heutigen Rudolf-Breitscheid-Straße 62.

Robert Rauh wollte in Erfahrung bringen, wo sich das frühere Hotel befand. Es interessierte ihn, weil Theodor Fontane dort nächtigte und dies in seinen schriftstellerischen Werken erwähnte. Der Buchautor Robert Rauh reiste Fontane sozusagen hinterher, um die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ nachvollziehen und neu betrachten zu können.

22 Orte in der Mark besucht

Er besuchte dafür 22 Orte, beobachtete, recherchierte, sprach mit den Menschen vor Ort, stöberte in Archiven – und schrieb schließlich das Buch „Fontanes Ruppiner Land – Neue Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Es ist nach „Fontanes fünf Schlösser“ und „Fontanes Frauen“ der dritte Band des Historikers und Lehrers aus Berlin, der selbst familiäre Bande in Oberhavel (Gutengermendorf) hat. Mit Gransee und Meseberg steuerte Robert Rauh – genau wie Fontane – zwei Orte aus Oberhavel an und hielt diese Begegnungen in seinem Buch fest.

Es sind natürlich die von Fontane beschriebenen geschichtsträchtigen Orte, auf deren Spuren Robert Rauh wandelte. Aber viel interessanter ist der neue Blickwinkel und der Weg, wie er sich zwei Jahrhunderte später diesen Orten näherte; der „festesten Stadt der Grafschaft Ruppin“, dem sagenumwobenen Waldemar-Tor oder der Warte, dem einzig verbliebenen Turm in Brandenburg, von dem aus die Einwohner einst vor Angriffen gewarnt wurden.

Begegnungen vor Ort

Die heiteren Begegnungen vor Ort, die Zufälle, durch die er an Informationen für sein Buch kam, bringen den Leser zum Schmunzeln. So hatte bei seiner Nachfrage in der Sparkasse eine Kundin mitbekommen, dass sich Rauh nach möglichen Nachkommen der Familie Klagemann erkundigte. „Der olle Klagemann lebt noch!“, gab sie zum Besten.

So manch ein Gransee-Interessierter weiß sicherlich vom Luise-Denkmal auf dem Schinkelplatz. Ist ihm aber auch klar, dass Luise nur einmal in Gransee weilte? Da war sie schon tot. Sie starb am 19. Juli 1810 auf dem väterlichen Schloss Hohenzieritz und wurde anschließend mit Kutschen nach Berlin gebracht. Auf dem Weg dorthin wurde sie am 25. Juli 1810 für eine Nacht in Gransee aufgebahrt.

Speisen wie früher beim Schlosswirt

Christian Ludwig von Kaphengst spielt die Hauptrolle in den Schilderungen über Meseberg. Er war ein schillernder Schlossherr, hatte hochrangige Gönner, nicht zuletzt wegen seiner innigen Beziehung zu Prinz Heinrich. Von Kaphengst führte ein zügelloses Leben, hatte viele Mätressen, verlor jedoch die Gunst der hohen Herren. Er musste die Güter Schönermark und Rauschendorf verkaufen, um flüssig zu bleiben. Der Schlosswirt führt, so stellte Robert Rauh auf seiner Fontane-Wanderung fest, auch heute noch exzellente Speisen wie früher.

Das Schloss ist „ein barockes Schmuckkästchen“

Der Ort Meseberg mit dem Schloss habe von seinem Zauber nichts verloren. „Wie ein barockes Schmuckkästchen thront das Schloss auf einer Anhöhe majestätisch über dem See, der sich umsäumt von mächtigen Rotbuchen und Eichen fast zweieinhalb Kilometer durch den märkischen Wald schlängelt“, heißt es in dem Buch. Robert Rauh machte sich bei seinem Gang um den Huwenowsee (in Fontanes Fußstapfen) selbst ein Bild davon.

Robert Rauh ist am Sonnabend, 24. August, 17.15 Uhr, auf dem Musikfest in Liebenberg und wird lesen; aus „Fontanes Frauen“ „Die zwei Leben der Elisabeth von Ardenne – Else ist nicht Effi“. Der Eintritt ist frei.

Von MAZonline

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