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Gransee Waldhof Zootzen soll wiederbelebt werden
Lokales Oberhavel Gransee Waldhof Zootzen soll wiederbelebt werden
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08:08 08.01.2019
Der Waldhof Zootzen, das einstige Schullandheim am Stolpsee. Quelle: privat
Gransee

 Der Waldhof Zootzen steht leer, seit mehr als einem Jahr. Schnell musste es gehen, als Ende 2015 in dem Schullandheim minderjährige Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Für den Förderverein Waldschule Zootzen war kein Platz mehr. Der Auszug kam plötzlich, die Kommunikation ließ zu wünschen übrig.

Leerstand seit Ende 2017

Der Verein fand anderswo geeignete Treffpunkte. Aufgeben war keine Option. Der Name blieb, die Ziele ebenfalls. Zwei Jahre wurde das Objekt als Flüchtlingsunterkunft gebraucht. Ende 2017 begannen die Gespräche über die Zukunft des Waldhofes, der dem Landkreis Oberhavel gehört und in den er in der Vergangenheit ordentlich investiert hat. Der Förderverein ließ nicht locker, suchte Unterstützer, mobilisierte Politiker, damit der Waldhof wieder eine Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche werden kann.

Der Beschluss ist gefasst – das Konzept liegt vor

Im Dezember 2018 fasste der Kreistag nahezu einstimmig den Beschluss, im Waldhof weiterhin „pädagogische sowie sozialpädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ anzubieten. Ein Konzept „zur Weiterentwicklung“ liegt vor. Jetzt wird ein Träger gesucht, der sich langfristig dieser gemeinnützigen Aufgabe widmen will. Der Kreis plant jedenfalls das Geld für die Bewirtschaftung und Unterhaltung ein.

Monatliche Treffen am Wochenende

Es wird wohl noch ein Jahr ins Land gehen, bis wieder Leben in den Waldhof einzieht. Dass das Leben trotzdem weitergeht, hat der Förderverein bewiesen. Nach wie vor finden die monatlichen Wochenend-Ausflüge für Kinder und Jugendliche statt. Zu Gast war man in der Waldarbeitsschule Kunsterspring, im Kinder- und Jugendzentrum Neuglobsow sowie in der Jugendnaturschutzakademie Brückentin (Mecklenburg-Vorpommern).

Rafael Noster Quelle: Martina Burghardt

Rafael Noster hat selbst fast alle Treffen in den vergangenen 20 Jahren mitgemacht. Als Elfjähriger war er schon Dauergast in der Station Junger Techniker und Naturforscher Gransee, erlebte 1995 den Wechsel in das 1993 eröffnete Landschulheim am Stolpsee mitten im Wald mit. Unzählige Projekte haben die Vereinsmitglieder seitdem für Kinder und Jugendliche organisiert, sie für Themen wie „Tiere des Waldes“, „Eulen – Jäger der Nacht“, „Leben im Wassertropfen“, den Fledermausschutz, die Einrichtung eines Naturlehrpfades, die Pflege von Orchideenwiesen und ganz allgemein für den Schutz der Natur begeistert. „Es sind viele kleine Sachen, die das Bewusstsein für den praktischen Naturschutz fördern“, so der Vereinsvorsitzende Rafael Noster.

„Dicke Freundschaften“

Aber das ist es nicht allein, was die Kinder und die engagierten Ehrenamtlichen an den Förderverein bindet. An den Wochenenden, bei den Rad- und Paddeltouren und vor allem bei den alljährlichen Sommercamps sind „dicke Freundschaften entstanden“, wie Rafael Noster erzählt. Mühelos können deshalb die Plätze in den zwölftägigen Sommercamps belegt werden, an Betreuern mangelt es nie.

Wunsch nach Umweltbildung

Von den knapp 100 Mitgliedern des 1994 gegründeten Vereins sind mehr als 20 aktiv. Sie alle wünschen sich, dass der Waldhof Zootzen einen Betreiber findet, der sich der Umweltbildung widmet und Vereinen und Gruppen, die in der Vergangenheit dort regelmäßig zu Gast waren, ein bezahlbares Domizil bietet. Der Förderverein wird Ausschreibung und Vergabe weiterhin aufmerksam verfolgen.

Meckern oder etwas tun

„Das inhaltliche Konzept für den Waldhof finden wir insgesamt sehr gelungen“, so Rafael Noster. „Wir wollen mithelfen, nicht nerven“, das will er auf jeden Fall klarstellen. „Man kann über die Jugend meckern – oder etwas tun und Angebote schaffen.“ Den Kreis sieht er dabei in der Pflicht.

Von Martina Burghardt

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