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Gransee Etwas weniger Besucher im Naturpark
Lokales Oberhavel Gransee Etwas weniger Besucher im Naturpark
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17:51 25.01.2019
Die Akteure im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land ziehen Bilanz. Quelle: Martina Burghardt
Menz

 Ausgedehnte Wälder und Klarwasserseen, geschützte Tierarten wie Biber und Fischadler, berühmte Ausflugsziele wie das Rheinsberger Schloss – das alles macht den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land aus. Ranger und Gästeführer, Förster, Fischer und zahlreiche Freiwillige pflegen die Landschaft, beobachten, regulieren, stellen Projekte auf die Beine und geben ihr Wissen weiter.

Zur Jahresbilanz des Naturparks gehört der Kleine Naturschutztag ebenso wie das Menzer Waldfest, die Sportveranstaltung „Aktiv durch das Ruppiner Seenland, Kunstprojekte, die Umweltbildung für Kinder sowie der Austausch und die Kooperation mit Wissenschaftlern und Partnern aus Wirtschaft und Landwirtschaft.

Zertifizierter Qualitäts-Naturpark

Als Bestätigung für eine erfolgreiche Arbeit sieht Naturparkleiter Mario Schrumpf die Bewertung als Qualitäts-Naturpark. Das Zertifikat wurde 2008 das erste Mal verliehen und im vergangenen Jahr erneut bestätigt.

Der heiße, trockene Sommer 2018 hat sich auf die Gästezahlen ausgewirkt, die niedriger waren als sonst. So hat beispielsweise der Förderverein Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide 10 568 Besucher gezählt, darunter 49 Gruppen, deutlich weniger als 2017.

Die Akteure (v.l.): Naturparkleiter Mario Schrumpf, Ranger-Chefin Anke Rudnick, Wolfang Henkel, bisheriger Vorsitzender des Fördervereins Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide, und der neue Vorsitzende Jörg Brinkmann. Quelle: Martina Burghardt

Um das Naturparkhaus und die Regionalwerkstatt zu betreiben, beschäftigt der Verein fünf Mitarbeiter: drei werden über Förderprojekte finanziert, eine Mitarbeiterin ist allerdings seit längerem krank. Ein Mitarbeiter bekommt eine Mehraufwandsentschädigung. Eine junge Frau und ein junger Mann leisten bis zum Sommer ihren Dienst im Freiwilligen ökologischen Jahr.

„Im vergangenen Jahr hatten wir große Unterstützung durch ehrenamtlich arbeitende Mitglieder“, so Wolfgang Henkel, der gerade den Vereinsvorsitz abgegeben hat. Neuer Vorsitzender ist jetzt Jörg Brinkmann. Die Helfer haben sich um die Rezeption im Naturparkhaus, den Sinnesgarten und das Aquarium gekümmert, die Orchideenwiese und Wanderwege gepflegt.

Verein besteht 25 Jahre

Darüber hinaus hat der Verein, der seit 25 Jahren besteht, zahlreiche Veranstaltungen organisiert oder sich daran beteiligt. Eine davon ist das traditionelle Waldfest – ein „Gemeinschaftswerk“ des ganzen Dorfes – mit 3000 Besuchern im vergangenen Jahr. Das Eintrittsgeld wird gebraucht, um den Eigenanteil für die geförderten Projekte aufzubringen. „Dabei muss der Verein in Vorkasse gehen und kann dann erst das verauslagte Geld beantragen“, so Wolfgang Henkel. „Finanzrücklagen sind dafür notwendig und schnell aufgebraucht.“

Einen leichten Rückgang bei den Gästezahlen verzeichneten 2018 auch die Natur- und Landschaftsführer. 12 100 Natur-, Geschichts- und Kulturinteressierte sowie gesundheitsbewusste Besucher – 100 weniger als 2017 – nutzen die Angebote der 20 Experten, die – jeder auf seinem Spezialgebiet – ihr Wissen weitergeben und sich selbst ständig fortbilden. Der Hitze und hohen Waldbrandgefahr geschuldet, fiel so manch eine Führung aus.

Fledermausführung statt Heidewanderung

Die Gästeführer reagierten jedoch flexibel, wie Anke Hoffmann, Ansprechpartnerin für den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, berichtet. „Es gab zusätzliche Angebote, wie zum Beispiel am Abend Wolfs- und Fledermausführungen, am Morgen Vogelstimmen- und Gesundheitswandern sowie in der Nacht Sternenbeobachtungen.“

Für das laufende Fontanejahr sind natürlich schon etliche Veranstaltungen und Führungen geplant, auch dafür gab es Fortbildungen. Dass die Regionalbahn weiterhin von Berlin nach Rheinsberg fährt, hoffen nicht nur die Gästeführer. Die Schönheit der Natur und Landschaft zu vermitteln, ist allen im Naturpark ein wichtiges Anliegen.

Von Martina Burghardt

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