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Gransee Weihnachtsbäckerei eröffnet
Lokales Oberhavel Gransee Weihnachtsbäckerei eröffnet
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17:52 26.11.2018
Kita-Kinder in der Weihnachtsbäckerei im Schlosswirt Meseberg. Quelle: Martina Burghardt
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Meseberg

 Ein Stern, ein Herz und noch ein Tannenbaum – so einige Förmchen passen auf das Stück Teig, das die Kinder vor sich auf dem Tisch ausgerollt haben. Mit Perlen und anderem Glitzer werden die Plätzchen verziert. Oskar kennt das schon von zu Hause. Der Fünfjährige streicht den Zuckerguss extra dick auf das Gebäck. Und er weiß sogar, dass der Teig eine Weile ruhen muss, ehe man ihn verarbeiten kann.

Veranstaltungsleiter Sven Emmrich und seine Tochter backen natürlich mit. Quelle: Martina Burghardt

Schon seit dem frühen Montagmorgen läuft das Plätzchenbacken im sonst gern als Trauzimmer benutzten und nun festlich geschmückten Raum des Schlosswirts in Meseberg. Sven Emmrich hat dort die dritte Weihnachtsbäckerei organisiert. Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten des Amtes Gransee und Gemeinden werden jeden Tag dieser Woche Plätzchen backen und für jede Kita ein Pfefferkuchenhaus dekorieren. Zu sehen sind die fertigen Werke dann auf dem Weihnachtsmarkt am 8. Dezember in Gransee.

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Es fehlen noch Spenden für Geschenke

An dem Tag werden auch Geschenke an die Kindertagesstätten verteilt, dafür muss jedoch noch Geld gesammelt werden, wie Sven Emmrich berichtet. „Bisher haben sich wieder Gewerbetreibende mit Spenden beteiligt, so dass die Kosten für die Weihnachtsbäcker-Aktion gedeckt sind“, so Sven Emmrich.

Marcel Genzmer ist Bäcker und angehender Erzieher. Er hat die Weihnachtsbäckerei für Kita-Kinder aus Gransee mit erfunden. Quelle: Martina Burghardt

Kinder wie Erwachsene genießen die vorweihnachtliche Stimmung in der Backstube. Allein die Anreise war bereits recht abenteuerlich, denn der Bus, der die Nachwuchsbäcker abgeholt hat, wurde wie schon in den Vorjahren von der Polizei begleitet.

Plätzchenteig vorbereitet

Damit die Drei- bis Sechsjährigen auch beim Backen ihren Spaß und immer genug Teig haben, hat Marcel Genzmer am Wochenende vorgesorgt. Die von der Bäckerei Möller aus Schulzendorf gespendeten Lebkuchenplatten setzte er am Sonnabend zusammen. Sonntag bereitete er den Mürbeteig für die Plätzchen vor. „Der muss sowieso eine Nacht ruhen“, so Marcel Genzmer, der Bäcker, der seine wahre Passion gefunden hat und nun seinen zweiten Beruf lernt: Er wird Erzieher mit den Schwerpunkten Sport, Bewegungs und Ernährung.

Überraschungsgast am Donnerstag

Der 27-Jährige hat selbst eine kleine Tochter. Sie ist zwar erst fünf Monate alt, wird aber am Donnerstag in der Weihnachtsbäckerei große Augen machen. An dem Tag wird zudem ein Überraschungsgast erwartet, der die vorweihnachtliche Stimmung noch etwas verstärken soll.

Die Drei- bis Sechsjährigen sind eifrig bei der Sache – in der Weihnachtsbäckerei Meseberg. Quelle: Martina Burghardt

Bis zu vier Kilogramm Teig werden in dieser Woche täglich geknetet, ausgerollt, ausgestochen, dekoriert und gebacken. In Gruppen werden die Kinder für die Ausroll- und Knetstation, die Deko-Station und die Abpack-Station eingeteilt. Vier Plätzchen, manchmal auch fünf, wandern in die Tüte. Jedes Kind darf eine davon mit nach Hause nehmen und vielleicht schon mal auf dem Rückweg zur Kita daraus naschen.

Aktion kommt gut an

Der dritten Weihnachtsbäckerei im Schlosswirt könnten weitere folgen. Das setzt voraus, dass die bisherigen Sponsoren wie Unternehmer und private Spender wieder mit dabei sind. Die Tradition kommt jedenfalls gut an, sowohl bei den Kindertagesstätten als auch bei der Amtsverwaltung, die diese Aktion wieder unterstützt. Das Amt hat unter anderem ein Spendenkonto für die Weihnachtsbäckerei eingerichtet und stellt auf Wunsch Spendenquittungen aus.

Auf jeden Fall wird diese dritte Weihnachtsbäckerwoche für die Kinder ein Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Und dann ist ja noch Zeit, um zu Hause mit Eltern oder Großeltern und Geschwistern Plätzchen zu backen. Die kleinen Bäcker wissen jetzt ganz genau, wie es geht.

Von Martina Burghardt