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Gransee Pläne für den Bahnhofsumbau vorgestellt
Lokales Oberhavel Gransee Pläne für den Bahnhofsumbau vorgestellt
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18:21 22.11.2019
Das Bahnhofsgebäude in Gransee soll bis 2022 zum Jugendfreizeitzentrum umgebaut werden. Quelle: Martina Burghardt
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Gransee

Nach wie vor bietet das Bahnhofsgebäude in Gransee einen trostlosen Anblick. Doch es gibt Pläne. Wie das Jugendfreizeitzentrum, das dort eingerichtet werden soll, einmal aussehen kann, wurde am Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

Umbau mit Fördermitteln

Seit 2012 gehört das Gebäude der Stadt, seitdem wurden Ideen gesucht. 2017 einigte man sich trotz Sicherheitsbedenken darauf, die Räume den Jugendlichen der Stadt zur Verfügung zu stellen. Das Projekt ist für 2020 bis 2022 geplant. Die Kosten für den Umbau werden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt. Ein Großteil davon sind Fördermittel. Allerdings ist „die Finanzierung des Vorhabens noch nicht abschließend geklärt“, wie Fachbereitsleiter Nico Zehmke im Ausschuss berichtete.

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Wünsche und Struktur berücksichtigt

Die Architekten haben den Ist-Zustand analysiert und eine Planung für die barrierefreie Nutzung vorgelegt, die für den Fördermittelantrag gebraucht wurde. Dabei wurden sowohl die Wünsche der Jugendlichen für die verschiedenen Nutzungen als auch die vorhandene Raumstruktur berücksichtigt. Etwas lauter kann es beispielsweise im Keller zugehen, dort sollen künftig Bands proben und Kraftsport betrieben werden. Umkleideräume und Duschen gehören dazu. Wegen der zu niedrigen Deckenhöhe muss der Boden abgesenkt werden.

Im Erdgeschoss wird ein repräsentatives Foyer geschaffen, dahinter ein Raum für öffentliche Veranstaltungen. Im oberen Geschoss ist unter anderem ein Clubraum geplant. Das Dachgeschoss soll zunächst nicht ausgebaut werden.

Platz für Kiosk oder Imbiss

Zum Bahnsteig hin und mit separatem Zugang soll es Platz für einen Kiosk oder Imbiss geben. Die Fläche neben dem Bahnhofsgebäude, die kaum als Zugang zum Bahnsteig genutzt wird, bekommt eine Abgrenzung. Dort entsteht eine Spiel- und Freizeitfläche.

Wie die Fassade des Gebäudes behandelt wird, ist noch nicht ganz geklärt, dafür fehlen bislang genauere Untersuchungen. Wünschenswert wäre, den Zementputz zu entfernen und die ursprüngliche Klinkerfassade wieder sichtbar zu machen. Darüber entscheiden letztlich der Bauzustand und die Finanzen. Eine Alternative wäre ein neuer, gestalterisch etwas anspruchsvollerer Putz. Geplant ist außerdem, die ursprünglichen Rundbogenfenster wieder sichtbar zu machen.

Fein- und Kostenplanung sind die nächsten Schritte

Im nächsten Schritt werden die Bauteile genauer untersucht und eine Fein- und Kostenplanung erarbeitet. Günstig wirkt sich dabei aus, dass das Gebäude von der Bahn nicht mehr gebraucht wird und deshalb kommunales Baurecht angewendet werden kann. Trotzdem empfehlen die Architekten, eine Freistellung beim Eisenbahnbundesamt zu beantragen.

Bedenken gab es, weil der Vorbau am Bahnhofsgebäude abgerissen werden soll. Bus- und Bahnreisende hätten dann keine Unterstellmöglichkeit mehr, merkte Martina Erdmann (Granseer Land) an. Nico Zehmke setzte dem entgegen, dass dafür nicht die Stadt zuständig sei. Man einigte sich darauf, mit der Bahn darüber ins Gespräch zu kommen.

Uwe Mietrasch (B90/Grüne) interessierte sich dafür, wie das Dachgeschoss in die thermische Sanierung einbezogen wird. Das soll noch einmal genau geprüft werden, versicherten die Planer. Ebenso, ob der Schwamm bei den Sicherungsarbeiten vollständig entfernt wurde.

Von Martina Burghardt

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