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Gransee Für besseren Herdenschutz packt Nabu mit an
Lokales Oberhavel Gransee Für besseren Herdenschutz packt Nabu mit an
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19:41 27.08.2018
Hilfe beim Zaunbau am Wallberg Quelle: Nabu
Gransee/Menz

Die natürliche Wiederbesiedlung Deutschlands durch den Wolf darf nicht für politische Zwecke missbraucht werden, findet der Nabu-Regionalverband Gransee. „Durch Panikmache und populistische Debatten ist keinem Nutztierhalter geholfen,“ sagt Nabu-Regionalverbandschef Tom Kirschey. „Stattdessen sind neben staatlicher Hilfe auch die Kooperation und Nachbarschaftshilfe der Menschen unserer Region gefragt, um den Herdenschutz zu verbessern“, so Kirschey. Der Nabu Gransee hat daher am vergangenen Sonnabend in Menz selbst mit angepackt. Einem spontanen Nabu-Aufruf waren ehrenamtliche Naturschützer aus der Region gefolgt und halfen Schäfer Reinhard Brehe, am Wallberg einen Schutzzaun für seine Tiere zu bauen. „Nutztierhalter leisten mit ihren Tieren einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege, erhalten so Trockenrasen und Feuchtwiesen“, so Kirschey. „Gerade die Weidenutzung isolierter Einzelflächen ist besonders wichtig, jedoch sind gerade dort die Tiere einem höheren Risiko durch den Wolf ausgesetzt.“ Deshalb sei es eine Selbstverständlichkeit, dass der Nabu dabei hilft, die Weidetiere vor dem Wolf zu schützen und eine friedliche Koexistenz mit ihm zu ermöglichen. „Es ist immer besser, wenn sich Menschen in der Region gegenseitig helfen, anstatt populistische Scheindebatten zu führen und durch Anspielungen Ängste zu schüren“, sagt Tom Kirschey. Damit spielt er auf die Beschlüsse von Gemeinden des Amtsbereichs Gransee an, sich zu „wolfsfreien Zonen“ zu erklären. Der Nabu findet es unanständig, die Sorgen der Nutztierhalter für politische Zwecke zu missbrauchen. Dem Nabu habe das einen erfreulichen Mitgliederzuwachs beschert.

Die Herdenschutz-Aktion werde keine Eintagsfliege bleiben. Denn nach Überzeugung des Nabu gebe es noch viel zu tun, um den Herdenschutz zu verbessern. Der Nabu Regionalverband bietet Beratung und praktische Unterstützung an.

Anfragen können an info@NABU-Gransee.de gerichtet werden.

Von MAZonline

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