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Gransee Laufend etwas für die Umwelt tun
Lokales Oberhavel Gransee Laufend etwas für die Umwelt tun
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18:15 04.12.2019
In Gransee wurde das Sportliche mit dem Nützlichen verbunden und beim „Plogging“ Müll auf der Laufstrecke gesammelt. Zahlreiche Teilnehmer machten dabei mit. Quelle: Verein
Gransee

Den Körper fit halten und dabei etwas Gutes für die Umwelt tun: Das versteckt sich hinter dem Wort „Plogging“, wo laufend Müll gesammelt werden soll. So auch jüngst in Gransee, wo der offene Lauftreff vom SV Einheit bereits zum dritten Mal nach der Premiere vor knapp einem Jahr zu dieser Aktion aufrief. „Wir hätten uns gewünscht, dass wir das nicht mehr machen müssen“, sagte Initiator Wolfgang Schwericke. „Es war erschreckend zu sehen, wie viel Müll wir am Ende doch wieder gesammelt haben.“ Denn nicht nur, dass zahlreiche Müllsäcke zusammengetragen wurden, so wurde unterwegs auch eine Box sowie eine Bank gefunden. „Das Schlimme war, der meiste Müll wäre kostenlos zu entsorgen gewesen. Sicherlich 90 Prozent von dem, was wir gefunden haben“, monierte der 60-Jährige. „Einfach in den gelben Sack schmeißen oder in den Flaschencontainer.“

Dabei ging es für die Teilnehmer – einige von ihnen kamen teilweise nur zum Müllsammeln, andere liefen zudem noch – auf eine Rundstrecke über knapp sieben Kilometer um Gransee – „bewaffnet“ mit Laufschuhen und jeder Menge Müllsäcke. Dabei wurden von den Teilnehmern immer wieder Meter gut gemacht und an entsprechenden Stellen gehalten, um den gesichteten Unrat einzusammeln – war der Müllbeutel entsprechend voll, wurde dieser an zentralen Stellen abgeladen und später von einem Auto abtransportiert. Mit einem leeren Müllsack ging es dann wieder auf die Strecke und der Faktor Sport kam für alle Beteiligten an diesem Tag nicht zu kurz.

Seit 2016 breitet sich das „Plogging“ in der Welt aus

Während das „Plogging“ erstmalig vor einem Jahr in Gransee vor dem 1. Advent stattfand, sowie zuletzt noch an Ostern 2019, entwickelte sich dieser organisierte Sport seit 2016 in Skandinavien und breitete sich rasch in alle Teile der Welt aus. Also auch nach Oberhavel. Dabei geht es darum, sportliche Aspekte, gemeinsame Aktivitäten sowie soziales Engagement für die unmittelbare Umgebung miteinander kombinieren zu können. „Leider wird es auch nicht weniger an Müll“, sagte Schwericke. Unterstützt wurde diese Aktion auch vom ehrenamtlichen Bürgermeister aus Gransee, Mario Gruschinske (SPD). „sdfsdf“, äußerte sich das Stadtoberhaupt.

Am Ende der mehrstündigen Aktion spendierte der Bürgermeister allen Teilnehmern noch „eine Bockwurst“, wie Schwericke anmerkte. „Wir wurden toll durch die Stadt und das Amt Gransee unterstützt. Am Ende hat das Amt den Müll kostenlos abgeholt.“ Das Problem aus der Sicht von Schwericke ist nur, „dass der Müll einfach nicht weniger wird.“ Daher wollen und müssen der 60-Jährige und seine Mitstreiter dranbleiben, um den Unrat in und um Gransee weiter mühsam einzusammeln. „Wir werden im Frühjahr erneut sammeln. Mal abwarten, wie viel Müll es dann wird“, kündigte der in Gransee wohnhafte Schwericke an. Es dürfte also nicht zum letzten Mal zum „Plogging“ in Gransee aufgerufen worden sein.

Der Bürgermeister lobte die Aktion

Lob gab es von Mario Gruschinske (SPD), Bürgermeister Gransee: „Das ist eine tolle und vorbildliche Aktion, die ich von Anfang an unterstütze“, sagt er. „Ich bin natürlich zwiegespalten, da ich mir wünschen würde, möglichst wenig Müll zu finden. Aber diese Hoffnung hat sich noch nicht erfüllt. Es ist super, dass der SV Eintracht Gransee diese Idee aufgegriffen hat. Das kann ich nur begrüßen und unterstützen.“

Von Matthias Schütt

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