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Gransee Hamsterfahrt auf den Biohof
Lokales Oberhavel Gransee Hamsterfahrt auf den Biohof
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09:33 06.11.2017
Familie Herfort aus Falkenthal bei der Pilzschau, Familie Klinner (r.) beim Sonnen. Quelle: Uwe Halling
Hoppenrade

Cornelia Herfort wollte am Sonnabend eigentlich Boskop kaufen, um mit ihrer Seniorengruppe in Zehdenick demnächst Bratäpfel zu machen. Aber die Auswahl auf dem Apfelhof in Hoppenrade ist dieses Jahr mager. Die Ernte fiel wegen des kalten Frühjahres und mangelnder Bestäubung durch die Bienen praktisch aus. „Wir mussten zukaufen. Viele unserer Bäume haben dieses Jahr nicht getragen“, sagte Stefan Wähnert. Nur 500 Liter Apfelsaft konnten die Biogärtner pressen – im Vorjahr waren es 6000 Liter. Beim Hoffest am Wochenende war die Apfelpresse deshalb nur Anschauungsobjekt.

Hinzu kommt mit den Sturmschäden aus dem Oktober einiges an Aufräumarbeiten. „Den alten Nussbaum haben wir versucht, mit dem Traktor wieder hochzuziehen. Einige andere Bäume sind in der Mitte durch“, so Stefan Wähnert. Aber es war auch nicht alles schlecht dieses Jahr. So gab es beim Gemüse eine schöne Ernte. „Wir mussten kaum gießen.“ Für Cornelia Herfort und ihre Familie hatte sich der Ausflug auf den Apfelhof auch ohne Boskop gelohnt. Gemeinsam mit den Enkelkindern besuchte sie die Pilzausstellung im Gewächshaus und freute sich bei Suppe und warmen Getränken über die Herbstsonne.

Auch Familie Klinner genoss die Auszeit im Grünen. Die Berliner sind bestimmt zwei Mal im Monat auf dem Apfelhof um einzukaufen. „Wir wissen, was wir bekommen, und dass es sorgsam angebaut wurde. Ohne Zusätze. Wir schmecken das“, sagen die Berliner. Eher zufällig wurden sie vor fast zehn Jahren auf den Hof aufmerksam. „Wir waren damals beim Schlachtefest in Großmutz und wollten noch etwas Gemüse einkaufen. Da wurden wir nach Hoppenrade geschickt. Seither kommen wir immer wieder zur Hamsterfahrt. Das hier ist für uns wie Urlaub.“ Darüber, was sie machen, wenn sie mal nicht mehr mobil genug sind, um mit dem Auto rauszufahren, haben sie sich schon Gedanken gemacht. Die grüne Kiste, die der Apfelhof wöchentlich packt und zu den Kunden bringt, wäre dann vielleicht auch was für sie.

Stefan Wähnert und seine Frau Susann freuten sich über den großen Zuspruch am Wochenende. Einige Kunden deckten sich mit Vitaminen für den kommenden Winter ein, andere warfen schon ein Auge auf die Gänseherde. „Wir haben einige Bestellungen für den Martinstag. Der Rest dann zu Weihnachten“, sagt Stefan Wähnert, der sich ähnlich wie seine Frau nicht allzu große Sorgen macht, dass die Apfelbäume im nächsten Jahr wieder genügend tragen werden. „Bei alten Bäumen sagt man ohnehin, dass sie ein Jahr aussetzen. Und 2016 war ja ein enormes Apfeljahr.“ Rechnerisch wäre 2018 dann wieder „alles in Butter“.

Von Cindy Lüderitz

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