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Gransee Ein Picknick ganz in Weiß
Lokales Oberhavel Gransee Ein Picknick ganz in Weiß
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17:20 14.07.2019
Jeder Teilnehmer brachte sein eigenes Essen mit, es durfte auch geteilt werden. Quelle: Marco Paetzel
Menz

Sie hatte sich die Nacht um die Ohren gehauen, mit Freunden in ihren Geburtstag reingefeiert. Trotzdem saß Xena Lubitz am Sonntagnachmittag der langen weißen Tafel. Mit ihrer ganzen Familie feierte die frischgebackene 22-Jährige, die ihre Wurzeln in Menz hat, ihren Geburtstag. „Meine Oma hat Kuchen gebacken und wir sitzen hier im Grünen. Einfach schön“, sagt die junge Frau, die heute in Berlin lebt.

Insgesamt rund 30 Menschen nahmen am Sonntag bei schönem Wetter Platz an dem meterlangen, weiß gedeckten Tisch, der unter mächtigen Bäumen auf dem Friedensplatz stand. Die Leute hatten ihre Speisen selbst mitgebracht, neben Kuchen in allen Varianten frohlockten Bouletten, Pizza oder Flammkuchen.

Die meisten Besucher waren Menzer. Quelle: Marco Paetzel

Letzteren hatte Reimund Alheit, Organisator der Veranstaltung, selbst kredenzt. „Es ist ein riesiges Blech geworden, da können alle zugreifen“, so der Vorsitzende des Menzer Dorfvereins. Die Idee, sich in weiß gekleidet zum Essen zu treffen, ist nicht neu. Entstanden als „Dîner en blanc“ (zu deutsch: Abendbrot in Weiß) in Paris sind die Massenpicknicks mittlerweile in der ganzen Welt verbreitet. 2008 fand das erste Picknick Deutschlands in Hannover statt.

Regen beim ersten Picknick

Mittlerweile gibt es die Veranstaltung auch regelmäßig in Oranienburg, auch die Hennigsdorfer haben es diesen Sommer probiert. In Menz war anno 2015 Premiere, Familie Barthel hatte bei der 725-Jahr-Feier die Idee dazu. Beim ersten Mal pladderte es grausam, das Picknick wurde ins Naturparkhaus verlegt – und rund 80 Leute kamen.

Auch Ortsvorsteher Ralf Poltier (vorne r.) war mit Familie gekommen. Quelle: Marco Paetzel

Mittlerweile veranstaltet der Dorfverein das Picknick jährlich, und es sitzen nicht nur Menzer mit am Tisch. „Es kommen auch Leute aus den Nachbardörfern, aber auch Touristen halten schon mal spontan an und setzen sich zu uns“, Reimund Alheit. Ein Novum gab es in diesem Jahr: Statt vielen einzelnen Tischen hatte man eine lange Tafel zusammengestellt – das war dem Miteinander zuträglich. Überhaupt stehe die Gemeinschaft bei dem Picknick immer im Mittelpunkt. „Es kommen jedes Mal andere Leute, auch die Sitzordnung bildet sich spontan. Da kommt man mit vielen Leuten ins Gespräch, mit denen man sonst nicht spricht“, sagt Reimund Alheit.

Es gab auch Kuchen mit Kuhflecken

Ganz vorne an der Tafel saß der Menzer Ortsvorsteher Ralf Poltier mit seiner Frau Iris, Sohn Tim, Schwägerin und Nichte samt deren Baby Emma (zehn Wochen). Die Familie war bereits zum zweiten Mal zum Picknick gekommen. Kuhfleckenkuchen und Zitronenkuchen hatte die Familie mitgebracht. Genau wie Wassermelonen und Weintrauben. Zugreifen durften beim Ortsvorsteher natürlich alle Bürger.

Kuchen in allen Varianten buken die Menzer. Quelle: Marco Paetzel

Doch ums Essen geht es Ralf Poltier beim Picknick in Weiß nicht in erster Linie. „Ich finde es einfach gut, dass jetzt nach der Gründung des Dorfvereins in Menz etwas passiert“, so Poltier. Für ihn ist es Ehrensache, dass er mit dabei ist. Schon, weil es eine gute Gelegenheit ist, die Sorgen und Nöte der Bewohner mitzubekommen. „Die Leute sagen mir, was sie sich wünschen, in ganz ungezwungener Atmosphäre draußen im Grünen“, sagt der Ortsvorsteher. Dann nimmt er sich ein Stückchen Kuchen, das Picknick beginnt.

Von Marco Paetzel

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