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Gransee Ein Waldfest im Zeichen der Natur
Lokales Oberhavel Gransee Ein Waldfest im Zeichen der Natur
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12:59 30.06.2019
Elias (9) lernte das Drechseln bei Lothar Grewe. Quelle: Foto:U. Halling
Menz

Immer wenn der TriathlonIron-Menz“ naht, beginnt das große Kribbeln bei Gerald Schulze. „Das ist eine tolle Veranstaltung, hier wird nicht alles so ernst genommen“, sagt der 60-Jährige aus Gransee. Und dann rennt er, obenrum nackig, in die Fluten des Roofensee. Genau wie 73 andere Teilnehmer des 18. Iron-Menz. 250 Meter Schwimmen, 8 Kilometer Radeln, 2,5 Kilometer laufen. Ein paar Meter weiter stieg am Sonnabend das 25. Waldfest in Menz. Rund 60 Stände gab es, die allermeisten davon Kunsthandwerker.

So wie Lothar Grewe, der mit seiner Drechselbank in der Mitte des Platzes viele Kinder anzog. Elias (9) aus Oranienburg trampelte im Akkord, damit die Sehne der Bank das Holzwerkstück in die richtige Form bringen konnte. „Das wird mal ein Schlüsselanhänger“, sagt der Junge. Drechsler Grewe hat das das uralte Handwerk Anfang der 1980er-Jahre für sich entdeckt. Seit zehn Jahren ist er Stammgast beim Waldfest, will auch nicht mehr ohne. „Hierher kommt kein Ballermann-Publikum, sondern Leute, die sich für Natur und Handwerk interessieren“, sagt der Falkenberger. Auch Töpfer, Schmied oder Spinner waren auf dem Platz dabei.

Das 25. Menzer Waldfest war auch im Jubiläumsjahr wieder gut besucht, rund 3000 Menschen wurden im Laufe des Tages erwartet. 74 Teilnehmer waren beim dazugehörigen Triathlon „Iron-Menz“ dabei.

Schon um 10 Uhr bei der Eröffnung waren auf den Bänken vor der kleinen Bühne am Rande des Festes kaum Plätze frei. Landrat Ludger Weskamp war gekommen, obwohl er Urlaub hatte. „Das Fest wird immer größer. Das ist ein Zeichen dafür, dass hier in der Region gut zusammengearbeitet wird“, so der Landrat. 3000 Besucher jedes Jahr seien eine Wucht. „Feste im Landkreis gibt es viele, aber das Waldfest und der Waldmarkt haben ihren ganz eigenen Charakter“, so Weskamp. Die Region könne hier ihre Identität zeigen und zusammenstehen. Drei Tage lang dauert das Fest jedes Jahr, es endete am Sonntag mit einer Waldandacht und einer Wanderung durch den Forst.

Die Idee hatte vor einem Vierteljahrhundert der ehemalige Förster Georg Leppin, der mit der Idee zum damaligen Pfarrer Reinhard Dalchow, auch Vizevorsitzender des Fördervereins Naturlandschaft Stechlin, kam. „Wir wollten keinen Trödelmarkt, sondern einen Markt für Kunst und Handwerk mitten in der Natur“, so Dalchow.

Natur statt Google

Und speziell der Naturaspekt – Nabu, Naturparkverwaltung oder die Forst informierten vor Ort – liegt ihm noch heute am Herzen. „Die Leute sollen an die Natur herangeführt werden, es kommen ja auch viele Städter vorbei.“ Der Bedarf sei da, immerhin sei das Bewusstsein gerade der Kinder für den Wald nicht mehr so da wie früher. „Die kennen über Google mittlerweile fast alles, aber die direkte Erfahrung mit Wald, Bäumen und Tieren müssen sie aber erst noch sammeln.“

Von Marco Paetzel

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