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Gransee Alte Bäume und neue Hecke
Lokales Oberhavel Gransee Alte Bäume und neue Hecke
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17:35 09.01.2020
Heckenpflanzung an der Stege zwischen Menz und Dollgow. Die Sträucher werden gestutzt, damit es die Wurzeln leichter haben. Quelle: Martina Burghardt
Menz

Seit Dienstag ist Kurt Lehmann mit seiner Pflanztruppe in Menz. Bis zu 13 Helfer des Landschaftspflegevereins Norduckermärkische Seenlandschaft (LPV) haben entlang der Stege, dem Weg zwischen Menz und Dollgow, 58 Obstbäume gepflanzt sowie eine 750 Meter lange, dreireihige Hecke angelegt. Außerdem waren sie für die Waldrandbepflanzung auf einer knapp 900 Quadratmeter großen Fläche zuständig.

Landwirt stellt Fläche zur Verfügung

„Früher war das ein Acker“, so Mario Schrumpf, Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, der das Projekt angeregt hatte. „Nun kommt wieder Struktur in die Landschaft.“ Möglich wurde das, weil Frank Rumpe vom Biohof Kepos in Altglobsow den Streifen Acker gekauft und einen Teil davon für die Pflanzungen aus der Bewirtschaftung genommen hat. Mit rund 55 000 Euro wird das Vorhaben von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg gefördert. Das Geld stammt aus Ersatzzahlungen für Bauprojekte.

Das Geld ist für die Natur gut angelegt: Alte, für Allergiker verträglichere Obstsorten wie die Äpfel Kaiser Wilhelm oder Geheimrat Dr. Oldenburg, die Birnen Prinzessin Marianne und Gute Graue sowie Pflaumen werden verwendet. Der blütenreiche Waldsaum und die drei Meter breite Hecke mit Sträuchern wie Hundsrosen, Holunder, Hasel, Wildapfel und Feldahorn bieten kleinen Tieren und Insekten Unterschlupf und Nahrung, die sie auf den weitläufigen Feldern nicht mehr finden.

Einheimische Pflanzen verwendet

Darüber hinaus schützt die Hecke vor Winderosion und wertet das Landschaftsbild auf. Ein Förderkriterium ist die Verwendung einheimischen Saat- und Pflanzgutes, auch das ist erfüllt. Dort, wo die Landschaftspfleger des LPV tätig sind, sammeln sie selbst Samen ein, wie Geschäftsführer Kurt Lehmann berichtet, und stellen es Baumschulen zur Verfügung. Fachleute, unter anderem die Förster, bestätigen die Herkunft.

Die Pflanzung bringt noch einen weiteren Vorteil: Der Weg von Menz nach Dollgow, der früher gern genutzt wurde, ist durch die Hecke auf Gemeindeland und den bewirtschafteten Acker auf beiden Seiten verbaut worden. Frank Rumpe hat nun einen Streifen daneben zur Nutzung für Wanderer und Radfahrer zur Verfügung gestellt. Befestigt werden darf der Weg jedoch nicht, Autofahrer müssen weiterhin den kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Zäune bleiben zehn Jahre stehen

Für den Streifen Acker zwischen Hecke und Obstbäumen beginnt jetzt die Umstellung auf Bio-Bewirtschaftung. Dieses Jahr wächst dort noch Kleegras, später könnten Lein, Hanf oder Kichererbsen angebaut werden, so Frank Rumpe.

Die Pflanzaktion ist so gut wie beendet. Am Donnerstag waren sämtliche Pflanzen gesetzt und fast alle beschnitten. Die Zäune, die die Sträucher vor Wildverbiss schützen, bleiben etwa zehn Jahre stehen. Für die Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer wird an der Stege noch eine Info-Tafel aufgestellt, die den Nutzen der Pflanzung erklärt.

Von Martina Burghardt

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