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Gransee Warum kam es zum tödlichen Unfall am Bahnübergang?
Lokales Oberhavel Gransee Warum kam es zum tödlichen Unfall am Bahnübergang?
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00:19 15.06.2018
Der Gutachter Martin Mandel dokumentierte die Spuren am Unfallort. Quelle: Stefan Blumberg
Neulüdersdorf

Eine Region steht unter Schock:  Nach dem Tod des 23-Jährigen am Sonntagabend, der von einem Güterzug erfasst wurde, haben intensive Ermittlungen zum Unfallhergang begonnen. Die Polizei hat bereits am Abend des Unglücks erste Untersuchungen gestartet. Sie holte sich zudem einen Gutachter der Dekra aus Oranienburg zu Hilfe. Martin Mandel, Sachverständiger für Unfallanalytik, hat am Montagvormittag am Unfallort Spuren dokumentiert. Nachdem er bereits am Sonntagabend vor Ort war, fotografierte er nun die Unfallstelle detailreich. „Das Material geht zur Polizei und möglicherweise auch zur Staatsanwaltschaft. Dort wird dann entschieden, ob ich ein Gutachten machen soll oder nicht“, so Martin Mandel, der sonst eher mit klassischen Autounfällen zu tun hat.

Halbschranken waren geschlossen

Klar ist, dass der 23-Jährige den Bahnübergang – aus Richtung B 96 kommend – in Richtung Dorfstraße, die sowohl nach Neulögow als auch nach Altlüdersdorf führt, überqueren wollte. Laut Angaben der Polizei sei der Mann gefahren, obwohl die Halbschranken geschlossen waren. Auch die rot blinkenden Warnleuchten am Andreaskreuz haben funktioniert. Als sich das Auto auf den Gleisen befand, wurde es von der Lok des Güterzuges erfasst und etwa 800 Meter weit in Richtung Norden mitgeschleift. Vor Ort waren zahlreiche Hilfs- und Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Auch die Bundespolizei war vor Ort, um zu helfen, war von der Polizeirufbereitschaft in Neuruppin zu erfahren. Aber alle alarmierten und herbeigeeilten Kräfte konnten das Leben des jungen Mannes, der am Steuer des Autos saß, zugleich laut Polizei auch Halter des Wagens ist und direkt aus Neulüdersdorf stammen soll, nicht retten. Der 23-jährige Fahrer verunglückte tödlich an dem mitten im Ort befindlichen Bahnübergang.

Unfallopfer wurde im Fahrzeug eingeklemmt

Ariane Feierbach, Pressesprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, bestätigte den Tod des Mannes bereits am Sonntagabend. Sie war selbst vor Ort. Der junge Mann soll bei dem Unfall in seinem Wagen eingeklemmt worden sein. Er soll beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits verstorben gewesen sein.

Lokführer erlitt einen Schock

Der Lokführer, ein 54-jähriger Mann, erlitt nach Angaben der Polizei einen Schock. Der Zug war nach dem Unfall nicht fahrbereit. Der entstandene Sachschaden wird auf insgesamt rund 20 .000 Euro geschätzt. Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Rostock war für mehrere Stunden gesperrt, der Unfallort weiträumig abgesperrt. Die Deutsche Bahn AG richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

Anwohnerin: Gleise nicht gut einsehbar

Eine Einwohnerin bemerkte am Montagvormittag gegenüber dem Gutachter Martin Mandel, dass der Bahnübergang gefährlich sei. Er solle wissen, dass die Gleise nicht gut einsehbar seien. „Und wenn man den Zug sieht, dann sind die Schranken meistens noch offen. Wenn sie sich dann schließen, ist der Zug ganz schnell da. Früher habe ich geschimpft, weil man an den Schranken eine Viertelstunde warten musste, ehe der Zug kam. Heute schimpfe ich, weil der Zug so schnell ran ist.“

Von Andrea Kathert, Bert Wittke und Stefan Blumberg

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