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17:05 29.12.2019
Züchterin Nicole Heinrich mit ihrer preisgekrönten niederländischen Schönheitsbrieftaube.. Quelle: Uwe Halling
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Gransee

Schon aus einiger Entfernung ist nicht zu überhören, dass in der alten Feuerwache in Gransee mal wieder tierisch was los ist. Am lautesten machen sich die Hähne bemerkbar. Sie krähen um die Wette, als wollten sie damit auch den letzten Langschläfer unter der Bettdecke hervorlocken. In Gransee fand am Wochenende die traditionelle Vereinsschau des örtlichen Kleintierzuchtvereins statt. Als Ausstellerin mit dabei auch Nicole Heinrich. Die 41-Jährige hatte niederländische Schönheitsbrieftauben mitgebracht. „Bei denen muss vor allem vom Aussehen her alles stimmen“, erklärt sie.

Bei allen Tieren, die in Gransee ausgestellt wurden, kam es auf ein schönes Wachstum und ein möglichst makelloses Aussehen an. Quelle: Uwe Halling

„Schönes Gesicht, schöner Schnabel, schöne Warzen.“ Man merkt, dass die Züchterin aus Neulüdersdorf ganz verliebt in diese Taubenart ist. „Die gibt es in vielen Farben“, sagt sie. „Zum Beispiel in Rot, Weiß oder Blau. Auf eine ihrer niederländischen Schönheitstauben ist Nicole Heinrich besonders stolz. Die Preisrichter gaben ihr hervorragende 96 von 97 möglichen Punkten. „Mit diesem Exemplar kann ich nächstes Jahr beruhigt weiterzüchten“, betont die Frau, die ihre Leidenschaft für die Kleintierzüchterei der Tochter vererbt hat. Die siebenjährige Amelie hat Zwergseidenhühner mit Bart in Gransee ausgestellt. Eines der Jungtiere hat es immerhin auf 93 Punkte gebracht, worüber sich Mutter und Tochter sehr freuen.

Stolze Hähne gab es in der Ausstellung in Gransee gleich mehrfach zu sehen. Und sie machten auch immer wieder lautstark auf sich aufmerksam. Quelle: Uwe Halling

Das laute Krähen der Hähne scheint sich zu lohnen. Je älter der Sonnabendvormittag wird, desto mehr Besucher sind in den Gängen zwischen den Käfigen zu sehen. „Wenn wir so um die 300 Besucher am Ende des Ausstellungswochenendes haben, sind wir ganz zufrieden“, sagt Otmar Steinberg. Der 66-Jährige ist der Kassenwart des Granseer Vereins und fungiert bei Veranstaltungen wie dieser außerdem als Küchenchef. Die Räumlichkeiten der alten Feuerwache, so erklärt er, stelle die Stadt dem Verein zum Glück immer mietfrei zur Verfügung. Aber die Betriebskosten müssten mit der Vereinsschau schon hereinkommen.

Otmar Steinberg, Kassenwart der Granseer Keintierzüchter, Küchenchef bei den Ausstellungen und Züchter, erhielt am Sonnabend aus den Händen von Mario Gruschinske einen von insgesamt drei Pokalen des Bürgermeisters. Quelle: Uwe Halling

Otmar Steinberg war am Sonnabend ganz optimistisch, dass dieses Vorhaben gelingen wird. Neben seiner Funktion als Kassenwart und Küchenchef ist er natürlich auch selbst Züchter. Und ein sehr erfolgreicher obendrein. Am Sonnabend durfte er aus den Händen von Mario Gruschinske, der gemeinsam mit Amtsdirektor Frank Stege zu den ersten Besuchern der Ausstellung zählte, einen der drei Pokale des Bürgermeisters der Stadt Gransee in Empfang nehmen – für eine Australorbs-Henne in Schwarz.

Wunderbare Zuchttauben gab es in Gransee gleich mehrfach zu bestaunen. Quelle: Uwe Halling

Über die anderen beiden Bürgermeisterpokale durften sich Andy Matzke aus Templin (Kaninchen) und Karsten Kiesewetter aus Falkenthal (Luchs-Taube) freuen. Mit Landesverbandsehrenpreisen wurden Wolfgang Arndt aus Zehdenick (Texaner-Taube) und Bernd Zerbe aus Zehdenick (Deutsche Zwerg-Wyandotten) geehrt.

Der Kleintierzuchtverein ist einer der ältesten Vereine Gransees. Er wurde bereits 1901 gegründet. Ältestes Vereinsmitglied ist Irmgard Spatz. Mit ihren 89 Jahren verkaufte sie am Wochenende immer noch Lose für die große Tombola der Kleintierzüchter.

Jürgen Engel, stellvertretender Vorsitzender des Granseer Kleintierzuchtvereins, mit einem seiner Prachtexemplare – einem Deutschen Widder. Quelle: Uwe Halling

Der Kleintierzuchtverein Gransee zählt derzeit 17 Mitglieder. Dabei handelt es sich durchweg um Erwachsene. „Ja, wir haben schon eine ganze Weile ein Nachwuchsproblem“, sagt Jürgen Engel, stellvertretender Vereinsvorsitzender aus Neulögow und seit 1989 Mitglied im Verein.

Nachwuchs gesucht! Wer bei den Granseer Kleintierzüchtern mitmachen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Quelle: Uwe Halling

„Sehr gerne würden wir Nachwuchs bei uns aufnehmen“, fügt Otmar Steinberg hinzu. Mitmachen könnten auch Mädchen oder Jungen, die nicht selbst Tiere daheim haben. Der Mitgliedsbeitrag ist mit 15 Euro im Jahr mehr als moderat. Neben Ausstellungen und Mitgliederversammlungen versuchen die Vereinsmitglieder, mindestens einmal im Jahr zusammen etwas zu unternehmen. 2018 war man in Hamburg, dieses Jahr wurde gemeinsam die Weihnachtsgala in Gransee besucht.

Von Bert Wittke

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