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Gransee Zaunbau zwischen Bahnhof und Gleisen
Lokales Oberhavel Gransee Zaunbau zwischen Bahnhof und Gleisen
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18:52 31.03.2019
Die Zaunpfeiler werden bereitgelegt. Quelle: foto. Stefan Blumberg
Dannenwalde

„Na ja, Frühjahrsputz würde ich das gar nicht nennen. Es ist schon ein bisschen mehr“, sagt Bernd Herzog-Schlagk vom Verein Umweltbahnhof Dannenwalde. In der Tat: Die Vereinsmitglieder hatten sich am Sonnabend das Ziel gesetzt, zwischen Bahnhofsgebäude und Gleise einen Zaun zu ziehen. „Aus Sicherheitsgründen passiert das“, sagte Bernd Herzog-Schlagk. Elf massive Zaunpfähle aus Eiche beziehungsweise Robinie wurden gesetzt. Das Material dafür bezog der Verein von der Forst. Der Zaun hat eine Länge von etwa 50 Metern. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder damit begonnen, die Türen und Fenster in Schuss zu bringen. Das setzt sich in diesem Jahr fort. Wenn möglich, versuchen sich die Mitglieder allein. Wenn es nicht anders geht, muss auch mal ein Experte ran (wie im Vorjahr bei der Tür auf der Rückseite des Bahnhofsgebäudes). Und es ist das Ziel, Räume im Inneren des Bahnhofgebäudes für Übernachtungen fertigzustellen (einige Räume wurden probeweise schon für Übernachtungen genutzt). „Es ist alles sehr einfach gehalten. Aber die, die hier waren, denen gefiel es.“ Ein Ofen ist neu, eine Küchenzeile wird demnächst auch nutzbar sein.

Zwölf von 38 Mitgliedern packen mit an

Am Sonnabend hatten sich zwölf der 38 Vereinsmitglieder für den Arbeitseinsatz/Frühjahrsputz angemeldet. Die wenigsten von ihnen sind Dannenwalder, sie kommen eher von weiter weg, manche aus Seilershof. Sie alle verfolgen ein Ziel: Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude (Baujahr 1877) in seiner Substanz, das historische Bahnhofsensemble erhalten und pflegen. Die Bahn soll auch weiterhin in Dannenwalde halten. Die Wander-, Rad-, Wald- und Wasser-Region soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin gut erreichbar bleiben. Auch wird angestrebt, dass der Bahnhof und sein Umfeld durch Dorferneuerungsmaßnahmen besser in die Gemeinde eingebunden wird.

Teilnahme bei „48 Stunden Oberhavel

Der Verein erhielt 1996/97 von der Bahn einen ersten Raum im Bahnhofsgebäude zur eigenen Nutzung. Im Jahre 2008 kaufte die Stadt den Bahnhof für 30 000 Euro. „Wir sind von der Stadt gut bedient worden“, so Bernd Herzog-Schlagk über die Unterstützung der Kommune (unter anderem beim Dach). Der Verein nutzt das Gebäude schon lange komplett und belebt es; am Sonntag zum Beispiel mit Kinderkino. Im August steht die Teilnahme an „48 Stunden Oberhavel“, im September am Tag des offenen Denkmals.

Von Stefan Blumberg

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