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Gransee Zu Fuß am schönen Stechlinsee
Lokales Oberhavel Gransee Zu Fuß am schönen Stechlinsee
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00:20 04.01.2019
Nahezu 200 Gäste spazierten am Silvestertag am Stechlinsee – mehr als je zuvor. Quelle: Uwe Halling
Neuglobsow

„Wen schon in jungen Jahren das Stechlin-, Peetschsee- und Fontanevirus befallen hat, dem hilft nur eine Therapie: (wenn möglich) jährliche Kontakterneuerung. Man muss dieses Seen-Kleinod sein Leben lang lieben...“ Das schrieb im Mai vergangenen Jahres der Berliner Horst Schmidt in Neuglobsow ins Gästebuch. Ruth Curio las diese Zeilen am Montag den etwa 200 Gästen des Silvesterspaziergangs vor. Vielen von ihnen ergeht es offensichtlich ebenso wie Horst Schmidt – sie sind vom Virus des Stechlinsees befallen.

Wiederholungstäter dabei

Viele Gesichter tauchen jedes Jahr zur selben Zeit am Stechlinseecenter auf, um von dort aus den etwa anderthalbstündigen Silvesterspaziergang mitzumachen. Die Gastgeber Christin Zehmke (Amtsausschussvorsitzende), Frank Stege (Amtsdirektor Gransee und Gemeinden) und Wolfgang Kielblock (Bürgermeister Stechlin) gehören selbstredend dazu. Dieses Mal waren auch Egmont Hamelow und Kerstin Niendorf von der Spitze der Kreisverwaltung dabei. Der Landtagsabgeordnete Frank Bommert (CDU), der Granseer Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD) oder der ehemalige Amtsausschussvorsitzende Horst Stuhlmüller sind Wiederholungstäter, der Leiter des IHK-Regionalcenters Oberhavel, Philipp Gall , war ebenfalls unter den Wanderern.

Bunter Mix aus Information, Bewegung, Unterhaltung und Kulinarischem

Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro

Der Spaziergang ist immer ein Mix aus Information, Bewegung und Bildung. Frank Stege nahm den ersten Part wahr und sprach ein offenes Geheimnis aus und zeigte dabei auf Wolfgang Kielblock: „Er wird bei den Wahlen im Mai leider nicht mehr antreten. Warum eigentlich nicht? Konrad Adenauer war in dem Alter auch erst fünf Jahre im Amt“, sagte er schmunzelnd und dankte ihm für sein Engagement. Der Amtsdirektor ließ das Jahr 2018 Revue passieren, erinnerte an die Vorhaben, die umgesetzt wurden. „Für die Daseinsfürsorge. Ich denke an die P&R-Anlage am Bahnhof oder an die Einweihung des neuen Gewerbegebietes. Wir wollen, dass die Menschen nicht nur hier leben, sondern auch hier arbeiten.“ Der Abriss des Gebäudes im Sonnenberger Ortszentrum, der Bau des Spielplatzes an gleicher Stelle, der neue Spielplatz in Dollgow sei eröffnet worden, Altglobsow, Dollgow, Schulzendorf und Sonnenberg seien ans LTE-Netz angeschlossen worden, die Straße nach Wendefeld oder der Bau des Gemeindezentrums in Seilershof sind Vorhaben, die angepackt werden. „Insgesamt investieren  wir  in  den nächsten Jahren 30 Millionen Euro.“ Und er freute sich „über die Ausgleichsmaßnahmen, die wir nach dem Verlust des Feuerwehrtechnischen Zentrums ausgehandelt haben“: Entwicklung Gewerbegebiet,  Sicherung Verwaltungsstandort, Sanierung der Sportanlagen.

2018 war für Neuglobsow wirtschaftlich erfolgreich

Die Neuglobsower Ortsvorsteherin Kerstin Borret erzählte erfreut, dass Neuglobsow im Sommer 2018 wegen der vielen Gäste ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr hinter sich hat. Allerdings erwähnte sie auch zwei Wermutstropfen: „Ein Manko war die Versorgung.“ Es sei schwierig gewesen, eine adäquate Versorgung zu gewährleisten. „Deshalb suchen wir dringend einen Betreiber für die leerstehende Gaststätte im Ort.“ Und mit den vielen Gästen entpuppte sich auch die Parkplatzsituation als Problem. „Es wurde wild im Wald geparkt, viele wollen mit ihrem Auto möglichst an den See fahren. Das wollen wir nicht, das müssen wir unterbinden.“

Fischerei ohne Gastronomie funktioniert nicht

Einen Hauch Kultur erlebten die Spaziergänger dank Ruth Curio, die vor der Kulisse des Stechlinsees das Gedicht „Der Stechlin“ vortrug. In die Geschichte tauchte Renate Fechner ein. Die Mitarbeiterin des Glasmacherhauses präsentierte Schätze des Museums, welches sich in der Stechlinseestraße von Neuglobsow befindet. Ein Ringelglas, ein Rüsselglas, Daumengläser zeigte sie und erklärte ihre Herkünfte und den Zweck, den sie erfüllen. Einen Einblick in die Arbeit der „Fischerei Stechlinsee“ gab Firmenchef Rainer Böttcher. Die Fischerfamilie gibt es in der siebten Generation. Derzeit holen acht Mitarbeiter u.a. Aale, Krabben und Maränen aus dem 69,5 m tiefen See. Das Unternehmen hänge von den Maränen ab. Entscheidend für die Existenz der Fischerei sei die Gastronomie – „ohne sie geht es nicht“.

Von Stefan Blumberg

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