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Gransee Biberjunge sind Räubern oft schutzlos ausgeliefert
Lokales Oberhavel Gransee Biberjunge sind Räubern oft schutzlos ausgeliefert
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19:02 09.01.2019
Biberberater Martin Richter-Sinnig zeigt einen mutwillig zerstörten Biberdamm. Die Enttäuschung in den Gesichtern des Trios ist unverkennbar. Quelle: privat
Gransee/Fürstenberg

Der Naturschutzbund (Nabu), Regionalverband Gransee, beobachtet mit Sorge eine zunehmende Häufung von vorsätzlichen Straftaten gegen Biber im Norden Oberhavels. „Wir müssen leider feststellen, dass sich einige unserer Mitmenschen immer feindseliger gegenüber der heimischen Tierwelt verhalten“, so Nabu-Gransee-Vorstandsmitglied und Biberberater Martin Richter-Sinnig.

Vandalismus legt Biberburgen frei

„In den letzten Wochen wurden an gleich mehreren Gewässern zwischen Fürstenberg und Gransee innerhalb von Schutzgebieten Biberdämme mutwillig zerstört. Durch solchen Vandalismus sinkt der Wasserspiegel im Biberrevier und die Eingänge zu den Biberburgen werden freigelegt. Dann sind die Biberjungen Räubern schutzlos ausgeliefert.“ Die Fälle sind auch deshalb bemerkenswert, weil sie überwiegend an Stellen festgestellt wurden, an denen die Anwesenheit der Biber in den Gewässern nicht einmal angrenzende Landnutzungen beeinträchtigt.

Keine Kavaliersdelikte

„Solche Akte vorsätzlicher Tierquälerei weisen auf eine erhebliche kriminelle Energie hin, das sind keine Kavaliersdelikte. Wir bringen diese Straftaten auf jeden Fall zur Anzeige. In einem Fall konnten vermutlich die Täter bereits identifiziert werden.“ Das Naturschutzrecht sieht für derartige Vergehen Bußgelder in einer Höhe von bis zu 50 000 Euro vor.

Biber haben positive Auswirkungen auf die Landschaft

„Wir hoffen, dass die stille Jahreszeit dem ein oder anderen Gelegenheit gibt, innezuhalten und darüber nachzudenken, ob der Biber nicht ebenso zu unserer heimatlichen Natur gehört wie andere Arten auch. Über die Vielfalt der Schöpfung sollten wir doch uns freuen. Außerdem hat die Anwesenheit von Bibern in unserer Landschaft vielfältige positive Auswirkungen, zum Beispiel auf die Grundwasserneubildung.

Nabu stellt sich nicht quer

Waldbesitzer und Landwirte wiederum sollten in Konfliktfällen Hilfe durch die Behörden und die Wasser- und Bodenverbände erhalten. Es gibt viele technische Möglichkeiten für Lösungen, mit denen alle leben können, Landnutzer und Biber. Und wenn es absolut nicht anders geht, kann ein Damm auch mal beseitigt werden, da stellt sich der Nabu nicht quer. Dafür sieht das Gesetz ausreichend Handlungsmöglichkeiten vor – sinnloser Vandalismus innerhalb von Schutzgebieten gehört aber nicht sicher dazu,“ so Richter-Sinnig.

Von MAZonline

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