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Oberhavel Handwerkskammer kürt Azubi des Monats
Lokales Oberhavel Handwerkskammer kürt Azubi des Monats
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16:16 25.01.2018
Auszeichnung bester Azubi Handwerkskammer Potsdam: Pierre Holze, der im Betrieb von Wolfgang Bauer in Mühlenbeck ausgebildet wird.  Quelle: Handwerkskammer/Katja Wolf
Mühlenbeck

 Überraschenden Besuch bekam Maurerlehrling Pierre Holze am Dienstagvormittag auf einer Potsdamer Baustelle: Auf Vorschlag seines Mühlenbecker Ausbildungsbetriebes, der Wolfgang Bauer Ingenieurbau GmbH, wurde der 18-jährige Berliner von der Handwerkskammer Potsdam als „Azubi des Monats Januar“ geehrt.

Eine andere „seiner“ Baustellen, auf denen er das Maurerhandwerk erlernt, ist das Berliner Stadtschloss. Dessen Wiederaufbau hatte der Bundestag im Sommer 2002 als Humboldt-Forum beschlossen. Der Mühlenbecker Betrieb hat Maurer- und Fußbodenarbeiten übernommen. Und mittendrin ist Pierre, hinterlässt mit seiner Hände Arbeit bleibende Spuren. Um dort als Lehrling bereits mitwirken zu dürfen, brauche es neben ständiger Lernbereitschaft auch fachliches Einfühlungsvermögen und Engagement. Genau das bringt Pierre mit. Sein Chef hält ihn für seinen besten Azubi der vergangenen 15 Jahre. „Er sieht die Arbeit, man muss nicht jeden Handgriff erklären“, so Wolfgang Bauer.

„Mauern macht mir im Moment am meisten Spaß“, sagt Lehrling. „Ich habe mal ein Schülerpraktikum im Krankenhaus gemacht, aber das war nichts für mich.“ Vielmehr fand er Spaß daran, seinem Vater zu helfen. „Da habe ich gemerkt, dass ich eine handwerkliche Begabung habe.“

Die loben auch seine Kollegen und seine Ausbilder im Lehrbauhof Oranienburg. Die Lehrlingsverantwortliche Anett Pethke bescheinigt ihm wertvolle Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, einen großen Wissensdurst, aber auch höfliche Umgangsformen: „Mit ihm läuft es so glatt, das glauben Sie nicht. Seine Kollegen auf der Baustelle wissen seine hohe Einsatzbereitschaft zu schätzen, er ist in seiner Maurerkolonne auch dank seiner persönlichen Reife wirklich anerkannt und integriert“.

Wolfgang Bauer, Pierre Holze, Ausbilder Henry Koch vom Mühlenbecker Ausbildungsbetrieb sowie Ralph Bühring, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam (v. l.). Quelle: Handwerkskammer/Katja Wolf

Um auch in der Lehrzeit so viel wie möglich Neues zu erfahren, nutzte Pierre im Oktober 2016 beispielsweise auch die Möglichkeit eines Auslandspraktikums und stellte sein Können am italienischen Istituti Santa Paola im Rahmen eines Projekts der Denkmalpflege unter Beweis. „In Italien wird anders gemauert“, bilanziert Pierre Holze. „Die haben anderen Mörtel und ganz andere Werkzeuge, etwa Kellen, und auch andere Steine.“ Er habe sich dort viele technische Kniffe aneignen können. Als Maurer-Azubi verdiene er aktuell knapp 1000 Euro im Monat – und ist zufrieden damit.

Anett Pethke hofft, dass der 18-Jährige nach seinem Abschluss im Sommer in seinem Ausbildungsbetrieb bleibt. In der Firmengeschichte seit 1990 sind dort inzwischen rund 30 junge Menschen ausgebildet worden. Und „Wir würden gern noch mehr ausbilden“, ergänzt Wolfgang Bauer. Auch er möchte Pierre als Gesellen im Betrieb halten und würde ihm künftig sogar ein duales Ingenieurstudium ermöglichen, bei dem der Student einen Tag pro Woche im Betrieb ist und ein Gehalt bekommt. 2017 habe es in Westbrandenburg im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr neue Lehrlinge gegeben.

„Die aktuell positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt ändert aber nichts daran, dass das Umfeld für die Gewinnung von Berufsnachwuchs nach wie vor schwierig ist“, sagt Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam. Das Handwerk müsse im Wettbewerb zu anderen Branchen und neben dem starken Trend zur Akademisierung bestehen. Bühring: „In meinen Gesprächen mit vielen Handwerkern wird immer wieder deutlich, dass sie fehlende Fachkräfte als die größte Herausforderung für ihre Unternehmen begreifen.“

Von Helge Treichel

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