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Oberhavel Ideen für die Stahlstadt
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02:15 03.02.2018
Bürgermeister Andreas Schulz, Daniel Eggers und Christoph Schneider (v.l.) vom Stadtmarketing stellten die Neuauflage des Haushaltes vor.
Bürgermeister Andreas Schulz, Daniel Eggers und Christoph Schneider (v.l.) vom Stadtmarketing stellten die Neuauflage des Haushaltes vor. Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Im Hennigsdorfer Rathaus ist man zufrieden damit, wie der erste Bürgerhaushalt im vergangenen Jahr gelaufen ist. 65 Personen haben 109 Vorschläge eingereicht, von denen am Ende zehn Projekte gewählt wurden und in diesem Jahr umgesetzt werden. Die meisten Stimmen bekamen damals Umweltschulungen in Kitas und Schulen der Stadt. „Wir wollen mit dem Bürgerhaushalt die Leute hinter dem Ofen vorholen, damit sie sich an der Entwicklung der Stadt beteiligen können“, erklärte Bürgermeister Andreas Schulz gestern im Rathaus. Er hatte die Presse geladen, um die nächste Runde des Bürgerhaushaltes für 2018 vorzustellen.

Spielregeln für Haushalt sind bekannt

An den Spielregeln für den Haushalt ändert sich wenig: Wieder stehen 100 000 Euro für Projekte bereit, ein einzelnes darf nicht mehr als 20 000 Euro kosten. „Ansonsten haben wir nur an einigen Stellschrauben gedreht“, erklärt Stadtmarketing-Chef Christoph Schneider. So soll es nicht mehr wie im vergangenen Jahr eine große Auftaktveranstaltung geben. Der Termin im Bürgerhaus war damals eher mau besucht. Stattdessen soll über den Bürgerhaushalt an Infoständen bei städtischen Veranstaltungen informiert werden. Das erste Mal übrigens am 15. Februar beim ersten von sechs Filmabenden im Stadtklubhaus – auch diese Abende sind eines der Projekte, das dem Bürgerhaushalt zu verdanken ist.

Vernünftige Begründungen erwünscht

Zudem werden die Hennigsdorfer angehalten, ihre Vorschläge künftig vernünftig zu begründen. „Einige haben im letzten Jahr nur ein Stichwort geschrieben, das ist zu wenig“, sagt Christoph Schneider. Wenn sich jemand etwa Papierkörbe wünsche, müsse er auch schon dazuschreiben, warum und wo sie genau aufgestellt werden sollten. Zudem sollen nach Möglichkeit ähnliche Vorschläge zusammengelegt werden können. „Da würden wir mit den Einreichern in Kontakt treten und sie fragen, ob sie sich das vorstellen könnten.“ So solle vermieden werden, dass ähnliche Vorschläge – etwa Graffitiwände – im Wettbewerb dann miteinander konkurrieren und sich so gegenseitig schwächen.

Eine weitere neue Regel: Projekte, die 2017 bereits gewählt wurden, dürfen nicht nochmal vorgeschlagen werden. So will die Verwaltung verhindern, dass etwa die Kinoabende, die die Bürger gewählt haben, zur Dauerveranstaltung werden. Vorschläge, die nicht erfolgreich waren, können die Bürger aber nochmal einreichen – empfehlungsweise natürlich überarbeitet.

Einsendeschluss am 15. Mai

Die Vorschläge können ab dem 15. Februar bei der Verwaltung elektronisch oder per Post eingereicht werden, am 31. Mai endet die Frist. Anschließend bewerten Mitarbeiter der Verwaltung die Vorschläge. Die Stadtverordneten sieben dann am 19. September weiter aus. Sie wählen die Bürger-Vorschläge, über die die Hennigsdorfer dann entscheiden können. Diese Abstimmungsveranstaltung wird wieder im Bürgerhaus stattfinden, Termin ist der 6. Dezember. Jeder Bürger darf fünf Stimmen vergeben. Mehr Informationen und das Online-Formular zum Einreichen der Vorschläge gibt es im Internet unter www.buergerhaushalt-hennigsdorf.de.

Von Marco Paetzel