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Hennigsdorf Arbeitskoffer im Auto stehen lassen: Dieb stiehlt Generalschlüsselbund
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Arbeitskoffer im Auto stehen lassen: Dieb stiehlt Generalschlüsselbund
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01:15 30.03.2019
4600 Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft Hennigsdorf sind betroffen – Diebe haben den Generalschlüssel für Haustür und Keller gestohlen.
4600 Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft Hennigsdorf sind betroffen – Diebe haben den Generalschlüssel für Haustür und Keller gestohlen. Quelle: Archiv
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Hennigsdorf

Schock für die Mieter der Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ Hennigsdorf (WGH): Skrupellose Diebe haben ein Schlüsselbund samt Generalschlüssel gestohlen. „Der Schlüssel passt sowohl in die Haustüren als auch in die Kellertüren. In die Wohnungstüren passen die Schlüssel zum Glück nicht“, sagt WGH-Vorstandsvorsitzender Hartmut Schenk. Bis auf die WGH-Reihenhäuser sind die rund 4600 Wohnungen der WGH betroffen. Auch die über 3000 Wohnungen der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) sollen betroffen sein.

Das Unheil hatte am Freitag seinen Lauf genommen. Ein Mitarbeiter einer Dienstleistungsfirma, die für die WGH als größtes Wohnungsunternehmen und für die HWB als zweitgrößtes Wohnungsunternehmen in Hennigsdorf tätig ist, hat seinen Arbeitskoffer im Auto stehen lassen. Diebe schlugen die Scheibe vom Auto ein und stahlen den Koffer. Weil der einem Werkzeugkoffer ähnelt, hatten sie sich wohl teures Werkzeug erhofft. Doch statt Zangen und Co. lag darin nur das Schlüsselbund samt General. „Wir wollen mit unserem Aufruf unsere Mieter sensibilisieren, nach fremden Personen Ausschau zu halten“, sagt Hartmut Schenk. Wer verdächtige Personen im Aufgang oder im Keller bemerkt, sollte die WGH oder die Polizei informieren.

Schaden liegt bei hunderttausenden Euro

Laut Hartmut Schenk beläuft sich allein bei der WGH der Schaden auf hunderttausende Euro. Denn rechnet man pro Haushalt drei neue Schlüssel für neue Schlösser, die nun ausgetauscht werden müssen, kommt man allein bei der WGH auf 13 800 neue Schlüssel, die angefertigt werden müssen. Hartmut Schenk: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, passende Firmen zu finden.“ So zeitnah wie möglich soll der Austausch erfolgen.

Ariane Feierbach von der Polizeidirektion Nord rät den betroffenen Mietern: „Wer Wertgegenstände wie ein teures Fahrrad im Keller oder hochwertige Schuhe auf dem Flur zu stehen hat, sollte die Sachen umlagern an einen sicheren Ort.“ Hausfremde Personen kann man auch ansprechen, zu wem sie wollen. „Möglicherweise kann so ein Diebstahl verhindert werden“, sagt Ariane Feierbach.

Von Jeannette Hix