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Hennigsdorf Bombardier-Verkauf: Betriebsrat fordert klare Aussagen zu Hennigsdorfer Werk
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Bombardier-Verkauf: Betriebsrat fordert klare Aussagen zu Hennigsdorfer Werk
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19:44 17.02.2020
Was aus dem Hennigsdorfer Bombardier-Standort wird, ist derzeit ungewiss, denn die Verhandlungen über einen möglichen Kauf der gesamten Zugsparte durch Alstom laufen noch. Quelle: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Bereits in der vergangenen Woche kursierten Gerüchte, laut denen der französische Konzern Alstom mit Bombardier Transportation über eine mögliche Übernahme verhandele. Am Montag wurde klar: Alstom macht Ernst. Es wurde bereits eine Absichtserklärung von beiden Seiten unterzeichnet, wie Alstom mitteilte. Der Kaufpreis für die Zugsparte des kriselnden Bombadier-Konzerns soll zwischen 5,8 und 6,2 Milliarden Euro liegen.

Der Hauptsitz der Bombadier-Zugsparte ist in Berlin. Mehr als 7500 Mitarbeiter beschäftigt der Konzern in Deutschland, davon allein 2700 im Werk im brandenburgischen Hennigsdorf.

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Betriebsrat fordert Standortgarantie, Beschäftigungssicherung und Kompetenzerhalt

Für den Hennigsdorfer Betriebsrats-Chef Volkmar Pohl steht indes fest, dass der Standort erhalten bleiben muss. Pohl pocht auf Beschäftigungssicherung vor Ort und den Kompetenzerhalt. „Das sind die drei zentralen Punkte, die wir im Fokus haben werden. Egal, was da kommen mag“, erklärte der Betriebsrats-Chef kürzlich auf Anfrage der MAZ zum Thema. Pohl fordert Klarheit vom Bombardier-Management bezüglich der Zukunft des Werkes. Die Gerüchteküche vor Ort brodele, es gebe deshalb eine große Unsicherheit unter den rund 2700 Beschäftigten, was ihre Zukunft im Unternehmen anbelangt.

Was aus der Neuausrichtung von Bombardier Transportation wird, ist unklar: Sie sieht unter anderem vor, dass in Deutschland bis zu 2200 Arbeitsplätze entfallen. Hennigsdorf sollte nach diesen Plänen Kompetenzzentrum für die Forschung und Entwicklung für Vollbahnen und Metros werden. Es sollten die Stellen von knapp 400 Beschäftigten mit Fokus auf der Produktion ab 2020 wegfallen. Der Gesamtbetriebsrat fordert etwa, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen und alle Standorte zu erhalten – doch bislang gab es noch keine Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat.

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Von Marco Paetzel