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Hennigsdorf Im Hennigsdorfer Stadtbad: Schlauchboot statt Kinosessel
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Im Hennigsdorfer Stadtbad: Schlauchboot statt Kinosessel
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00:20 28.11.2018
Das Schwimmbecken war rappelvoll. Gleich zweimal war das „Cine Swimming“ ausverkauft.
Hennigsdorf

Ausverkauft. Und das gleich doppelt. Das „Cine Swimming“ am Sonnabend im Hennigsdorfer Stadtbad ist eine extrem begehrte Veranstaltung. Schon im Laufe der vergangenen Woche ist der Kartenvorverkauf eingestellt worden, sogar die Tickets für die zweite, zusätzliche Veranstaltung waren schnell vergriffen.

„Cine Swimming“ bedeutet, dass am Rand des Schwimmbeckens eine große Leinwand aufgebaut wird. Am Sonnabend lief dort der Disney-Pixar-Animationsfilm „Coco“. Die Zuschauer saßen in lauter Schlauchbooten, die zuvor ins Wasser gelassen worden waren. „Wir machen das einmal im Jahr“, erzählte Bärbel Sachtleben, die Chefin des Stadtbades. Pro Veranstaltung passen 200 Leute in die Halle. „Wir haben etwa 80 Schlauchboote. Da gehen zwei bis drei Personen rein. Einige Erwachsene sitzen aber auch mal am Rand des Beckens auf den Stühlen.“

Seit 2010 gibt es das „Cine Swimming“

Seit 2010 gibt es das „Cine Swimming“ in Hennigsdorf. „Seit dem 30. Jubiläum des Stadtbades“, so Bärbel Sachtleben. „Wir haben damals recherchiert, was man alles so veranstalten könnte.“ Das Event war ein Erfolg, und seitdem gibt es das in Hennigsdorf immer wieder. „Wir sind selber überrascht, dass es so ein Erfolg geworden ist. Dieses Jahr haben wir es auch ein bisschen gehofft.“

Schlauchboote für das Cine Swimming. Quelle: Robert Tiesler

Zur Sicherheit der Leute gibt es im Becken fünf Taucher. „Es gibt ja immer mal Kinder, die versuchen, von den Booten zu springen“, erzählte Sandra Habeck von der Hennigsdorfer DLRG. Da es wegen der Boote schwierig sei, den Beckenboden zu sehen, seien die Taucher notwendig. „Aber bisher ist es immer ruhig geblieben“, sagte die Rettungsschwimmerin am Sonnabendnachmittag vor Beginn der Vorstellung.

„Ich bin das erste Mal hier im Kino“, erzählte Erika Kunz-Schröder aus Berlin-Frohnau. „Wir finden das ganz spannend.“ Gemeinsam mit den Nachbarkindern stieg sie ins Schlauchboot. „Ich bin mit meinen beiden Enkeln hier“, sagte Petra Ernst aus Kremmen. „Ich selbst komme zweimal pro Woche zum Rückenschwimmen her.“ Was das Personal in Hennigsdorf auf die Beine stelle, sei toll.

„Mal was anderes“

Auch Kerry Müller aus Berlin-Heiligensee war das erste Mal beim „Cine Swimming“. „Das ist eine super Idee. Mal was anderes und Spaß für die Kids.“ Tolga Herzberg aus Berlin-Reinickendorf war mit seiner Familie im Stadtbad. „Es wird auf jeden Fall laut“, vermutete er vor Filmstart. „Das ist mal was ganz anders hier.“ Auch seine Tochter Leila (5) hatte Freude: „Es ist schön im Schlauchboot“, sagte sie und lächelte.

Als der Film dann begann, wurde es dunkel in der Schwimmhalle, und langsam setzte Ruhe ein. Nur das Plätschern des Wassers sorgte für eine akustische Untermalung.

Von Robert Tiesler

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