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Hennigsdorf Die letzte Videothek macht dicht
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Die letzte Videothek macht dicht
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17:07 27.12.2018
Die letzte Videothek Hennigsdorfs schließt zum Ende des Jahres. Der harte Sommer machte dem Geschäft zu schaffen. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

„Räumungsverkauf“ steht in großen Lettern am Schaufenster der Hennigsdorfer Video-Word-Filiale. Heute beginnt der totale Ausverkauf, dann kosten Filme nur noch einen Euro, Spiele gibt es ab drei Euro. Ende des Jahres schließt Hennigsdorfs letzte Videothek nach 28 Jahren. „Die Kunden wollen es kaum fassen, aber der viel zu lange und heiße Sommer war auch nicht ganz unbedeutend bei meiner Entscheidung“, erklärt Betreiber Klaus Gericke.

Rund 20 000 Kunden hatten eine Karte

Zuletzt sei die Kundenzahl doch merklich zurückgegangen. Und da der Mietvertrag Ende des Jahres ohnehin ausläuft, hat sich der Unternehmer schweren Herzens entschlossen, die Videothek in der Veltener Straße 7 zu schließen. Hierher kamen nicht nur Hennigsdorfer. Auch Kunden aus Oranienburg, Velten oder Reinickendorf liehen sich hier Filme. Rund 20 000 Menschen hatten sich in den vergangenen 28 Jahren mit einer Karte registriert. Doch darunter waren zuletzt immer mehr Karteileichen.

Inhaber Klaus Gericke hat den Mietvertrag nicht mehr verlängert. Quelle: Robert Roeske

Anfang der 1990er-Jahre hat Klaus Gericke seine Videothek eröffnet. Die Läden boomten überall, jeder wollte VHS-Kassetten ausleihen, um seinen neuen Videorekorder damit zu füttern. Allein in Hennigsdorf gab es laut Gericke neun Videotheken. Doch all diese Läden sind längst Geschichte.

Seit vielen Jahren war Klaus Gericke, der mit seinem Geschäft in der Fabrikstraße 15 als „Video-Welt“ begann, der letzte Betreiber in Hennigsdorf. In den vergangenen Jahren hat auch er die Konkurrenz aus dem Netz zu spüren bekommen. Statt Filme in der Videothek auszuleihen, tun das viele Leute heute bequem per Internet.

Auch kürzere Öffnungszeiten und Facebook-Werbung halfen nicht mehr

Klaus Gericke reagierte. Er verkürzte die Öffnungszeiten, um Personalkosten zu sparen. Dazu kam, dass der Geschäftsmann seine Videothek 2017 von 280 auf 135 Quadratmeter verkleinerte. Auch auf Facebook trommelte er, bewarb seine Filme. Doch damit zögerte er das Ende nur heraus.

Wenn die rund 4000 Filme und Videospiele nach dem Ausverkauf aus den Regalen verschwunden sind, schließt Gericke seinen Laden für immer zu. „Am 30. Dezember ist für uns der letzte Tag“, sagt er, „dann gibt es wirklich weit und breit keine Videothek mehr.“

Von Marco Paetzel

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