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Hennigsdorf Sportplatz soll nach Rugby-Trainer benannt werden
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Sportplatz soll nach Rugby-Trainer benannt werden
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08:15 28.06.2018
Beim Erwin Thiesies Gedenktunier des SV Stahl Hennigsdorf hängt der Namensgeber immer an der Wand. Quelle: privat
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Hennigsdorf

Die Fraktion der Linken aus Hennigsdorf brachte einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch ein, der auf breite Zustimmung der Abgeordneten stieß: Anlässlich des 70. Jubiläums der Gründung des Rugbyvereins in Hennigsdorf sollen mit dem Landkreis Gespräche geführt werden, um den Sportplatz an der Berliner Straße in Erwin-Thiesies-Arena umzubenennen. Sollte dies von Seiten des Landkreises nicht möglich sein, waren sich die Stadtverordneten einig, erhält der Sportplatz an der Tucholskystraße den Titel „Erwin-Thiesies-Arena“.

Thiesies war erster Rugby Trainer in Hennigsdorf

Begründet wurde der Antrag damit, dass Erwin Thiesies ein deutscher Rugby-Union-Nationalspieler war und als Trainer 17 Mal DDR-Meister mit der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Stahl Hennigsdorf war. Als 1948 die BSG Stahl in Hennigsdorf gegründet wurde, wurde Thiesies erster Trainer der Rugby-Mannschaft der Stadt. Mit ihm begann eine äußerst erfolgreiche Zeit der Hennigsdorfer Rugbyspieler. Erst 1977 ging er in den verdienten Ruhestand.

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Thiesies starb 1993 in Hennigsdorf

Durch den Deutschen Rugby Verband wurde Erwin Thiesies für seine Verdienste mit der Ehrennadel in Gold und durch die FIRA mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. 1993 verstarb er in Hennigsdorf. Seitdem richtet der Sportverein Stahl Hennigsdorf jährlich ein Rugbyhallenturnier für Nachwuchsmannschaften aus, das Erwin-Thiesies- Gedenkturnier heißt. In diesem Jahr nahmen 41 Mannschaften aus Brandenburg daran teil.

Der Sportler soll unvergessen bleiben

Die Linken sind sicher, dass der Name Erwin Thiesies auch heute noch unvergessen ist. Daher sollte für seine Verdienste um den Rugbysport in Hennigsdorf der Sportplatz nach ihm benannt werden. Ursel Degner (Linke): Er ist ein Sportler, der es verdient, dass sein Name in Hennigsdorf in Erinnerung bleibt.“ Das sahen die Abgeordneten genauso und stimmten dem Antrag mit 20 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen zu.

Von Ulrike Gawande