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Hennigsdorf 300 Euro mehr pro Jahr: WGH kritisiert Preiserhöhung für Fernwärme
Lokales Oberhavel Hennigsdorf 300 Euro mehr pro Jahr: WGH kritisiert Preiserhöhung für Fernwärme
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15:43 29.11.2019
Die Preise für Fernwärme sollen steigen. Quelle: Peter Geisler
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Hennigsdorf

Der Vorstand der Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft (WGH), Hartmut Schenk und Stefanie Haase, machen in einem offenen Brief gegen die Erhöhung der Fernwärmepreise durch die Stadtwerke mobil. In dieser Woche hatten die Stadtwerke eine Erhöhung angekündigt, in der Summe erhöhen sich die Fernwärmekosten 2020 durchschnittlich um etwa 13 Prozent. „Von der Erhöhung sind nicht nur unsere Mitglieder und Mieter in unseren fast 5000 Wohnungen betroffen, für die wir uns natürlich besonders einsetzen“, heißt es in dem Schreiben. Insgesamt betreffe die Erhöhung der Fernwärmepreise fast 80 Prozent aller Hennigsdorfer, die durch den Anschluss- und Benutzungszwang in Hennigsdorf mit Fernwärme beliefert werden.

Die Fernwärmepreise in der Stadt seien schon – im Vergleich zum Landesdurchschnitt – vorher hoch gewesen. „So beträgt der Durchschnittspreis für unsere Wohnungen in Hennigsdorf circa 1,26 Euro pro Quadratmeter und liegt damit bereits 30 Prozent höher als bei vergleichbaren Wohnungsunternehmen im Land Brandenburg, die durchschnittlich etwa 0,96 Euro pro Quadratmeter zahlen.

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Mit einer Erhöhung des Fernwärmepreises würden die Verbraucher in Hennigsdorf dann teilweise bis zu 50 Prozent mehr für die Fernwärme zahlen als der Durchschnitt in Brandenburg. „Für einen Teil unserer Mitglieder und Mieter würde die Erhöhung dann eine Mehrbelastung von jährlich 200 bis 300 Euro bedeuten.“ Man habe Verständnis für die ambitionierten Klimaschutzziele der Stadt und der Stadtwerke, aber das dürfe nicht zu Lasten der Verbraucher gehen. Eine weitere Erhöhung der Fernwärmepreise sei den Bürgern nicht zuzumuten. Hartmut Schenk und Stefanie Haase schlagen vor, dass die Stadt die Bürger aus den Mitteln der Gewerbesteuer entlasten könnte – sodass sie nicht „Höchstpreise für die Fernwärme zahlen müssen.“ Der WGH-Vorstand appelliert an die Stadtverordneten, Einfluss zu nehmen und Möglichkeiten zu finden, um die Fernwärmepreise für die Hennigsdorfer moderat zu gestalten.

Von MAZonline