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Hennigsdorf 400 Modellbahn-Fans im Stadtklubhaus
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17:31 02.02.2020
Falk Thomas, Gerda Kafka und Jürgen Becker (v.l.) vom Bombardier-Historikerteam hatten Modelle mitgebracht. Rund 400 Leute waren gekommen. Quelle: Robert Roeske
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Hennigsdorf

Und dann gehen die nächsten Loks über den Händlertisch. Zwei kleine Modellbahnen der Spurweite TT. 160 Euro zieht ein Großvater, der mit seinem Enkel am Sonntag ins Hennigsdorfer Stadtklubhaus gekommen ist, dafür aus dem Portemonnaie. Und er hat ordentlich gefeilscht, 60 Euro gespart. Auf der anderen Seite des Tisches im Foyer steht Andreas Kutschera. Die Züge packt er vorsichtig in Blätter einer Küchenpapierrolle.

Er ist einer von 34 Händlern aus Brandenburg und Berlin, die ihre Waren feilbieten. Züge, Lokomotiven, Schienen, Bahnhöfe, Lampen, Bäume, Tiere. Von der kleinsten Spurweite Z bis hin zu Gartenbahnen für den Außenbereich war alles zu haben. Für Andreas Kutschera ist die Hennigsdorfer Börse, die immer im Februar und November stattfindet, Pflichttermin. „Es ist in meiner Heimatstadt und immer gut besucht“, sagt der 47-Jährige, der als kleiner Junge seine erste H0-Bahn vom Onkel bekam.

Der Merklin-Mann war der Magnet schlechthin

Ein paar Meter weiter, im Saal, steht der „Merklin-Mann“: Händler Thomas Knott. „Ich bin ein Magnet hier, meinetwegen kommen viele Leute her“, sagt der 61-Jährige selbstbewusst. Sein Stand ist meterlang, er hat Bahnen aller Spurweiten im Angebot. Lange Jahre arbeitete der Berliner als Manager für ein großes Versicherungsunternehmen, schied dann aus dem Beruf auf. Doch Knott rappelte sich auf, eröffnete vor mehr als zehn Jahren den „Tegeler Lokschuppen. „Da habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Schon mit drei Jahren habe ich meine erste Merklin-Bahn bekommen“, sagt der 61-Jährige, der privat rund 250 Loks besitzt und eine 30 Quadratmeter große Modelllandschaft im Keller hat.

Rund 400 Leute waren gekommen. Quelle: Robert Roeske

Organisator Manfred Plackowski ist wieder mal zufrieden mit dem Sammler-Event im Klubhaus. „Wir schaffen es regelmäßig, zwischen 350 und 450 Leute ins Klubhaus zu locken. Das sucht seinesgleichen“, sagt der 73-Jährige. Seit 2002 organisiert er die Veranstaltungen gemeinsam mit seiner Frau Evelyn (65). Die Veranstaltung sei bei den Händlern sehr gefragt, die Wartelisten seien lang. Mitunter waren schon Leute aus Dresden oder Aschaffenburg da, um ihre Bahnen anzubieten.

Auch der Hennigsdorfer ist Modellbahn-Fan, seit er ein Teenager ist. Die Liebe hielt sich:„Ich habe später dann auch bei der Bahn gearbeitet“, sagt Plackowski. Gerade entsteht eine neue Modellbahnlandschaft in seinem Keller. Vier mal 1,20 Meter misst sie, dazu kommen noch rund 200 Loks. Plackowski hält die Organisation der Modellbahnbörse fit, er will weitermachen. „Was habe ich davon, wenn ich zuhause sitze? Ich muss mich anstrengen, dass ich hier jedes Jahr die Hütte voll bekomme.“

Auch alte Bahnkarten wurden angeboten. Quelle: Robert Roeske

Von Marco Paetzel

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