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Hennigsdorf Integrationssportfest: Wenn der Sport vereint
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Integrationssportfest: Wenn der Sport vereint
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01:15 18.05.2019
Lana (11) mit ihrer Einzelfallhelferin Laura Nikolai. Das Mädchen der Regenbogenschule kullerte den Ball ins Tor. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Lana trägt den Ball auf ihren Händen, mit ihrem Rolli steht sie nur einem Meter vor dem Tor. Dann lässt die Elfjährige das runde Leder fallen. Und tatsächlich: Der Ball kullert über ihre Beine direkt in die Maschen. Laura Nikolai, ihre Einzelfallhelferin, applaudiert.

Der kleine Erfolg des Mädchens aus der Hennigsdorfer Regenbogenschule war einer von hunderten am Mittwoch, die die 887 Teilnehmer mit und ohne Behinderung beim Integrationssportfest gemeinsam auf dem Sportplatz des Hennigsdorfer Eduard-Maurer-Oberstufenzentrums feierten. Gekommen war unter anderem auch Thomas Drescher, Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport.

Das Fest hatte wieder mehr als 800 Teilnehmer. Quelle: Marco Paetzel

Zum 20. Mal fand der sportliche Wettbewerb bereits statt, Schirmherr ist Oberhavels Landrat Ludger Weskamp. „20 Jahre zusammen Sport treiben, 20 Jahre Integration – das ist schon eine besondere Leistung“, so Weskamp. Er dankte Behindertensportverein Oberhavel, der Pur oder der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, die jedes Jahr dabei helfen, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Die große Beteiligung zeige, dass Oberhavel gemeinsam eine Menge schaffen könne. Es sei wichtig, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam jedes Jahr diesen Tag verbrächten. Schließlich hätte etwa jeder 6. Bewohner des Kreises eine Behinderung, es seien rund 30 000 Menschen. „Es geht darum, sich kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und zu zeigen, dass man zusammengehört.“ Denn oft genug hätten Menschen mit Behinderung das Gefühl, am Rande der Gesellschaft zu stehen.

Pur-Chefin Annette Koegst eröffnete den Wettkampf. Quelle: Marco Paetzel

Doch am Mittwoch standen sie alle – es gab insgesamt sieben Altersklassen – gemeinsam im Mittelpunkt. Nach einer gemeinsamen Erwärmung, die Sportlehrerin Sara Abraham von der Hennigsdorfer Schweitzer-Oberschule mit Schülerinnen von der Bühne aus leitete, ging es an die einzelnen Stationen auf und am Rande des Sportplatzes. Mittendrin im Pulk war Candy Teske, die mit rund 20 Bewohnern der Roten Villa in Velten gekommen war. Basketball, Luftballon-Slalom, Riesendarts, Handtuchzielwurf, Skirennen und Fußball standen auf dem Programm der 39-Jährigen. „Bin ich überall ganz gut drin“, sagte die Veltenerin.

Der Spaß und das Miteinander standen im Vordergrund. Quelle: Marco Paetzel

Das ganze Jahr über treibt Candy Teske kaum Sport, dafür sei der Tag des Integrationssportfestes dann umso schöner. Ein guter Ausgleich zur Arbeit in der Glienicker Behindertenwerkstatt. „Und man trifft hier viele Bekannte, die man lange nicht gesehen hat“, sagt Candy Teske. Ein paar Meter weiter stand ihre Betreuerin Fabiola Bagusch. „Für unsere Bewohner ist das Fest hier jedes Jahr ein Highlight, darauf freuen sie sich.“ Dann starteten die Wettbewerbe. Und so richtig leer ging am Ende niemand aus: Für jeden Teilnehmer gab es eine Tonplakette am Band – hergestellt wie immer in der Glienicker Behindertenwerkstatt.

Von Marco Paetzel

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