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Hennigsdorf Alles neu im „Conny Island“
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Alles neu im „Conny Island“
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09:00 17.01.2019
Die neuen Holzmöbel kommen fast ohne Schrauben aus, sie werden zusammengesteckt und mit Gummis verbunden. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Wenn der Winter Einzug hielt, dann merkte man das früher im „Conny Island“. „Da hat sich der Parkettboden richtig gewölbt“, sagt Clubleiter Dietmar Pustai. Doch die Feuchtigkeit bleibt nun draußen, der Jugendclub ist – wie das gesamte Gelände am Conradsberg – komplett saniert. Seit September 2017 war der Jugendclub geschlossen, weil der Conradsberg, Ende der 1920er Jahre als Hitlerjugendheim errichtet, zum Ideenstellwerk für alle Hennigsdorfer umgebaut wurde. Rund 2,8 Millionen Euro hatte das Projekt gekostet, das Geld kam zum großen Teil Mitteln des Stadt-Umland-Wettbewerbs. Der Jugendclub war in dieser Zeit provisorisch im Haus der Pur in der Fabrikstraße 10 untergekommen, dort hatte das „Conny Island“ seine eigene Etage. „Das war eine schöne Zeit, aber jetzt freuen sich alle auf die Rückkehr“, so Dietmar Pustai.

Auch das Außengelände wird neu gestaltet. Quelle: Enrico Kugler

Gestern trafen sich Mitarbeiter, Clubgänger und Mitglieder der AG Streetart, um die neuen Möbel in den Clubräumen aufzubauen. Sitzbank, Hocker, Tische hat die Stadt neu gekauft. „Das alte Zeug ist auf den Sperrmüll gewandert, das war ja mitunter 30 Jahre alt“, sagt der Clubleiter. Er hat sich fest vorgenommen, dass der Jugendclub am 1. Februar wieder eröffnen kann. „Da wird noch nicht alles hundertprozentig laufen, aber das kommt dann nach und nach“, sagt Pustai.

Er hofft, dass der neue, alte Jugendclub mehr Besucher lockt als zuvor. Denn nicht nur das komplette Mobiliar ist neu und die Wände frisch gestrichen. Auf der Bühne gibt es nun einen Extra-Raum für die Technik. Auch die Küche des Clubs ist neu ausgestattet, es gibt nun auch einen Kreativraum. In der Musikwerkstatt gibt es neue Technik, für die es keine Experten mehr braucht. „Nun können Schüler per Knopfdruck einen Podcast aufnehmen“, sagt Dietmar Pustai.

Die Küche im „Conny Island“ ist neu. Quelle: Enrico Kugler

Auch den jungen Leuten gefällt das neue „Conny Island“. „Alles ist schön neu und wirkt einladender als vorher. Da werden auch mehr Leute kommen“, sagt Irfan Abaci (22). Er kommt fast jeden Tag in den Club, war auch im Ausweichquartier in der Fabrikstraße Stammgast. Besonders freut er sich auf das Basketballfeld, das draußen auf dem Hof angelegt wird. „Früher hatten wir nur einen Korb, nun können auch Teams gegeneinander spielen.“ Auch Fußball und Volleyball werden die Jugendlichen bald auf dem Hof spielen können, zudem wird es dort eine Freiluftbühne geben.

Auch die Bands der Hennigsdorfer Musikerinitiative sind wieder vom Ausweichquartier im Biomasseheizkraftwerk in das Bandhaus auf dem Gelände gezogen. „Hauptsächlich wurde die Fassade erneuert und eine Alarmanlage installiert. Sonst hat sich für uns nicht viel getan“, sagt André Meyer von der Musikerinitiative.

Die Räume im Jugendclub wirken nun viel heller. Quelle: Enrico Kugler

Im Haus gegenüber des Jugendclubs wird der Familien- und Gemeinschaftsbereich für die Bürger untergebracht. Unter anderem mit einem Raum für Begegnungen, einer Gemeinschaftswerkstatt oder einer Gemeinschaftküche sowie einer Töpferwerkstatt samt Brennofen. Nach und nach soll in den kommenden Wochen auch in diese Räume wieder Leben einziehen. „Im Februar wird der Betrieb auf dem Gelände losgehen“, erklärt Ilona Möser, Sprecherin der Stadtverwaltung. Offiziell eingeweiht werden soll das „Ideenstellwerk“ aber erst mit einem Fest am 11. Mai.

 

Von Marco Paetzel

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