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Hennigsdorf Blitzer-Marathon in Hennigsdorf
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Blitzer-Marathon in Hennigsdorf
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01:15 06.04.2019
Uwe Krohe und Daniela Mayen lasern in Hennigsdorf. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Und dann schnappt die Laserfalle wieder zu. Daniela Mayen hebt die Kelle, tritt auf die Fahrbahn und winkte den silbernen Kleinwagen auf den Parkplatz bei Bombardier. Drin sitzt Horst Anders, ein bisschen angefressen sieht er aus. „Ich wollte eine Freundin vom Flughafen Tegel abholen, und jetzt haben sie mich erwischt“, sagt der Hennigsdorfer. Dass der 5. Blitzer-Marathon am Mittwoch in ganz Europa stattfindet, davon hatte Horst Anders zwar aus den Medien erfahren. Geholfen hat ihm das nicht. Mit 44 Stundenkilometern wurde er in der 30er-Zone vor der Hennigsdorfer Kita „Weltentdecker“ in der Spandauer Allee gelasert. „Das macht 15 Euro“, doziert der Beamte. Anders nickt, sieht die Strafe ein. Er will das Geld so schnell wie möglich überweisen. „Gerade vor einer Kita sollte man langsam fahren, da können ja Kinder auf der Straße unterwegs sein“, erklärt der Hennigsdorfer.

Vor der Kita ist die Kontrolle besonders wichtig. Quelle: Marco Paetzel

Sein Auto ist eines von insgesamt 68 Fahrzeugen, die das Lasermessgerät beim Blitzer-Marathon der Polizei in der Spandauer Allee bis 11.30 Uhr ins Visier genommen hatte, zwölf Fahrer davon waren zu schnell unterwegs. „Wenn das Gerät doppelt piept, ziehen wir die Fahrzeuge raus“, erklärt Polizist Uwe Krohe. Zehn Stundenkilometer netto – also abzüglich der drei Stundenkilometer Toleranz – müssen die Verkehrssünder haben, in der 30er-Zone vor der Kita müssen sie also mindestens 43 fahren, um „erwischt“ zu werden.

Kitas, Schulen und Altenheime als Schwerpunkte

Der Blitzer-Marathon ist nicht die einzige Gelegenheit, bei der Uwe Krohe am Laser steht. Mindestens einmal in der Woche rücken er und seiner Kollegen von der Hennigsdorfer Wache aus, um in ihrem Gebiet auf die Jagd nach Temposündern zu gehen. Schildow, Zühlsdorf, Hohen Neuendorf oder Velten gehören auch zum Gebiet, in dem die Beamten lasern. Sie stellen sich meist dort hin, wo Bürger oder Verwaltungen verärgert über Raser sind. Und auch dort, wo es ohnehin besonders wichtig ist, auf das richtige Tempo zu achten: Kitas, Schulen, Altenheime.

Mit der Kelle wurden die Temposünder herausgewinkt. Quelle: Marco Paetzel

Wie viele Leute bei einer solchen Kontrolle erwischt werden, hänge ganz vom Tag ab. Auch eine Tendenz gebe es da nicht wirklich. „Die allermeisten Leute“, sagt Uwe Krohe, „fahren aber wirklich vernünftig.“ Ein absoluter Raser-Schwerpunkt fällt ihm dann aber doch ein: Auf der Strecke zwischen Mühlenbeck und Schönfließ gebe es viele Tempoverstöße. „Statt 70 fahren dort einige sogar über 100“, sagt der Polizist. Neben Hennigsdorf laserte er am Dienstag auch in Hohen Neuendorf und Summt.

253 Fahrer wurden erwischt

Es standen beim Blitzer-Marathon den ganzen Tag lang unzählige Beamte der Polizeidirektion Nord auf den Straßen der Landkreise Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz, um Temposünder aus dem Verkehr zu ziehen. Schon bis 11.30 Uhr wurden dabei knapp 7 000 Fahrzeuge in dem Gebiet kontrolliert und 253 Verstöße festgestellt, heißt es von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord. Trauriger Höhepunkt: Im Landkreis Oberhavel wurde mit einer an der A 10 auf Höhe des Dreiecks Oranienburg installierten Messanlage ein Mann in seinem VW mit 110 statt der dort zulässigen 60 Stundenkilometer erwischt. Den bislang unbekannten Fahrer aus Polen erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot

Von Marco Paetzel

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