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Hennigsdorf Broschüre über die Ortsgeschichte erscheint
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Broschüre über die Ortsgeschichte erscheint
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17:55 12.05.2020
Der Biergarten von Constantin Roß „Restaurant Eichenhain“ mit Blick aufs Wasser, um 1913. Quelle: Stadtarchiv
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Nieder Neuendorf

„Freiheit! Endlich!“ Diese zwei Worte stehen auf einem Stück Mauer, das Berlin bis zur Wende 1989 trennte. Das Foto stellte der Nieder Neuendorfer Horst Brandenburg dem Stadtarchiv zur Verfügung. Abgebildet ist es in der neuen Broschüre „Nieder Neuendorf - Zur Geschichte eines märkischen Dorfes“, die Klaus Euhausen in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv herausgebracht hat. Auf knapp 100 Seiten steckt jede Menge Historisches. Als die Mauer fällt, wird Nieder Neuendorf mit etwa 260 Einwohnern aus einem über 40-jährigen Dornröschenschlaf erweckt.

Der wunderbare Uferbereich entlang der Havel und des Nieder Neuendorfer Sees ist endlich wieder zugänglich. Um den historischen Dorfkern entstehen Reihenhäuser und ganze Wohnsiedlungen. Bereits 2012 hat Nieder Neuendorf mit 4300 Einwohnern seine Bevölkerung mehr als verzehnfacht. Klaus Euhausen, der schon einige Beiträge zur Stadtgeschichte verfasst hat, hat nun eine Broschüre zur Geschichte Nieder Neuendorfs erarbeitet, die ab sofort käuflich zu erwerben ist. Der Hennigsdorfer hat Archive nach Quellen durchforstet und sich auf die Suche nach Zeitzeugen gemacht. Entstanden ist eine umfassende und informative Broschüre, die anschaulich einen lebendigen Einblick in die Dorfhistorie gibt.

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Viele historische Fotos, Karten und Texte

In 27 Kapiteln zeichnet der Autor eine Entwicklung nach, die von der frühen Besiedlung des Havelufers über die Zeit der Kurfürsten und Könige im 18. Jahrhundert bis in die jüngere Zeitgeschichte und damit die schwierigen Jahre im Nationalsozialismus und während der deutschen Teilung reicht. In den 1870er- Jahren begann in dem kleinen Dorf mit der Errichtung eines Pulverdepots eine militärische Entwicklung, die im Ersten Weltkrieg mit dem Flugbetrieb auf dem AEG-Werksflugplatz in den Teufelsbruchwiesen einen Höhepunkt fand. Nur wenige wissen, dass die Spuren dieser militärischen Geschichte heute teilweise noch immer sichtbar sind. Bekannter sind hingegen die zahlreichen Ausflugslokale in Papenberge, die ebenfalls Eingang in die Broschüre gefunden haben.

Auf den knapp 100 Seiten mit historischen Fotos, Karten und gut lesbaren Texten kann der Leser in die Historie eines ehemals kleinen Dorfes eintauchen und erfährt unter anderem viel über den 30-jährigen Krieg, über die Nieder Neuendorfer Kirche, über Heidereiter und Heideläufer sowie über Dorothea von Levetzow, einer bedeutenden Frau Nieder Neuendorfs.

Die Broschüre ist für 7,50 Euro beim Stadtarchiv zu den Öffnungszeiten der Dauerausstellung zu erwerben oder wird per Post zuzüglich 2,50 Versand und Verpackung verschickt. Interessierte können sich unter 03302/ 87 73 11 oder stadtarchiv@hennigsdorf.de melden.

Von MAZonline

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