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Hennigsdorf Der Postplatz ist fertig
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18:15 23.11.2018
Bürgermeister Thomas Günther gab den Postplatz frei. Quelle: Robert Roeske
Hennigsdorf

Um 10.20 Uhr schmiss Harald Liebing seinen Bus an, tuckerte ganz langsam am Postplatz vorbei. „Für uns Busfahrer war der Platz ja schon immer super, aber jetzt ist er auch behindertengerecht, weil das alte Kopfsteinpflaster weg ist“, sagt der OVG-Mann. Seit Freitag ist Hennigsdorfs zentraler Platz wieder für den Verkehr freigegeben, die Busse verkehren nun wieder regulär. Auch Passanten sind schon wieder auf dem Platz unterwegs.

Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther und Ines Jesse, Staatssekretärin im Brandenburger Verkehrsministerium, gaben den Platz ganz offiziell frei. Gekommen waren Stadtverordnete, Mitarbeiter der Verwaltung und Bürger. Ursprünglich sollte der Platz schon im vergangenen Jahr ausgebaut werden, doch die Stadt musste mitten im Bau zwei Drittel der Fläche neu ausschreiben, weil das Budget angesichts der hohen Kosten in der Branchen sonst deutlich überstiegen worden wären. Rund 1,52 Millionen Euro sind nun in den Umbau des Postplatzes geflossen, etwa 900 000 Euro stammen aus Fördermitteln. „Jetzt ist der Platz für Hennigsdorf zum kleinen Schmuckkästchen geworden“, erklärte Bürgermeister Thomas Günther beim Durchschneiden des Bandes. Ein paar Restarbeiten müssen allerdings noch erledigt werden, das soll bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes allerdings geschafft sein.

Das Holperpflaster gehört der Vergangenheit an

Die wohl wichtigste Neuerung: Das Holperpflaster, das Rollstuhlfahrer, Rentner mit Rollatoren oder Frauen mit Kinderwagen geplagt hat, ist nun größerem Betonsteinpflaster gewichen. „Davon profitieren auch die Damen, die mit Pumps über den Postplatz laufen“, lobte Linken-Chefin Ursel Degner mit Augenzwinkern. Verlegt wurden die Steine auf dem kompletten Areal zwischen Bahnhofsgebäude, Gebäudekante „Alte Post“, Telekom-Gebäude sowie dem Ziel-Center. Angenehmer ist zudem, dass der Postplatz vor allem in den Abendstunden nun deutlich einladender wirkt. Dafür wurde eine zehn Meter hohe Leuchtstele und 14 Bodenstrahler installiert. Für Radfahrer indes gibt es nun 100 Abstellmöglichkeiten mehr für ihre Fahrräder. Es könnten allerdings noch mehr werden, wenn der Vorschlag der SPD-Fraktion sich durchsetzt, mit dem Haushalt 2019 den Bau eines Fahrrad-Towers anzuschieben (MAZ berichtete). Auch ein Blindenleitsystem hat der Postplatz nun, genau wie 16 seniorengerechte Bänke. Auch neu: Auf dem Postplatz gibt es nun, wie auch auf dem Rathausplatz, einen W-Lan-Zugang für Passanten.

Hoffnung für das Bahnhofs-Dach?

Staatssekretärin Ines Jesse nutzt den Besuch in Hennigsdorf, um sich auch auf dem Bahnhof umzusehen. Bürgermeister Thomas Günther verwies dort einmal mehr auf das fehlende Dach auf dem Bahnsteig. Sowohl beim Warten auf die S-Bahn als auch auf Regionalzüge steht man an schlechten Tagen buchstäblich im Regen da. „Wir werden in dieser Sache auf die Deutsche Bahn zugehen“, versprach sie. Allerdings war Verkehrsministerin Kathrin Schneider im Sommer ebenfalls zu Gast im maroden Hennigsdorfer Bahnhof, passiert ist bislang nichts.

Von Marco Paetzel

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