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Hennigsdorf Ein Café für den Hafen
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Ein Café für den Hafen
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01:16 20.05.2019
Geschäftsmann Mike Randhagen vor dem neuen Café. Den Kanu- und Kajakverleih übernimmt die Firma „Kajakguru“. Quelle: Robert Roeske
Hennigsdorf

Radler, die in diesen Tagen den Hennigsdorfer Hafen besuchen, steigen schon mal ab. Kein Wunder. Geschäftsmann Mike Randhagen hat hier kräftig investiert, rund eine Million Euro floss zuletzt in das Areal. Gestern präsentierte er das neue Gebäude-Ensemble, das in den vergangenen Monaten am Wasser hochgezogen wurde. Herzstück ist das „Stegcafé“, nebenan gibt es ein Häuschen mit je zwei Damen – und Herrentoiletten und genauso vielen Duschen, dann folgt ein Lagerhaus für das Café und schließlich ein Häuschen für den Hafenmeister Mario Buchholz.

Das „Stegcafé“ bietet 28 Plätze innen und etwa 40 draußen auf der Terrasse mit Blick auf den Hafen. „Ich habe Biosirup und eine private Rösterei, eine Qualität, die dem sportlichen Charakter hier am Hafen gerecht wird. Cola, Fanta, Sprite gibt es hier nicht“, erklärt Randhagens Frau Marion. Burger mit Neulandfleisch, Nachos oder Pizzaecken – das sind einige der Imbisse auf der Karte. Dazu kommen Kaffeespezialitäten, Tees aus aller Welt, Shakes, Biolimos, Bier und Wein. Das Geschäft ist von Mittwoch bis Sonnabend, 12 bis 22 Uhr geöffnet.

Vom Hausboot bis zum Kanu

2016 hatte Mike Randhagen das 14 000 Quadratmeter große Stück Land in der Hafenstraße samt 8500 Quadratmeter Wasserfläche gekauft, um eine Marina mit 44 Bootsliegeflächen zu bauen. Hausboote, Kajütboote und Motorboote können bei Randhagens geliehen werden, direkt nebenan hat die Firma „Kajakguru“ in diesem Jahr den Verleih von Kanus, Kajaks und Stand-up-Paddles übernommen.

Die Gäste kamen zahlreich. Quelle: Robert Roeske

Pläne gab es schon genug für das Areal am Hafen. Zuletzt scheiterte ein holländischer Investor, der 2008 einen Yachthafen mit Hotelkomplex und Windmühle für 21 Millionen Euro geplant hatte, aber 2013 wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgeben musste. Mike Randhagen indes setzt seine Pläne nach und nach um. „Wir fühlen uns sehr wohl in Hennigsdorf und denken, dass wir hier noch den einen oder anderen Akzent setzen werden“, so der Geschäftsmann.

Acht Ferienappartements und weitere Ferienwohnungen könnten folgen

Bürgermeister Thomas Günther lobte, dass der Hennigsdorfer Hafen nun auch touristisch erschlossen werde. „Hier sehen die Hennigsdorfer, dass es vorangeht. Man kann mit den Booten fahren, das Wasser genießen und auch die Gäste lädt es ein“, so Günther, der wie andere Mitarbeiter der Verwaltung oder Stadtverordnete am Freitag zur Eröffnung gekommen war.

Mike Randhagen, der das Areal mit Frau Marion und seinen beiden Söhnen betreibt, plant schon das nächste Projekt. Auf der Freifläche gegenüber sollen bis Sommer 2020 acht Appartements in vier Häuschen vor allem für Radtouristen entstehen. „Wir haben das Grundstück gekauft, die Planungen fertig und schon viele Genehmigungen eingeholt“, so Marion Randhagen. Zudem sind auf dem Gelände, das im vergangenen Jahr auch für das Havelspektakel mitgenutzt wurde, 27 Parkplätze geplant. Rund 500 000 Euro könnte dieses nächste Projekt kosten.

Das Verleihgeschäft läuft gut an. Quelle: Robert Roeske

Im letzten Schritt könnte sich Familie Randhagen vorstellen, das letzte verbliebene Gelände östlich der Marina zu bebauen. Dort könnten Ferienwohnungen gebaut werden. Doch zunächst will Familie Randhagen abwarten, wie sich das Geschäft mit den Ferienwohnungen entwickelt.

Von Marco Paetzel

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