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Hennigsdorf Ein Speicher für Erneuerbare Energien
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Ein Speicher für Erneuerbare Energien
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16:48 28.08.2019
Bürgermeister Thomas Günther (2.v.l.) und Stadtwerkechef Thomas Betke (2.v.r.) mit Sebastian Saule, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (l.) und Johannes Hangweirer von der Baufirma. Quelle: ENRICO KUGLER
Hennigsdorf

Es ist ein riesiger mausgrauer Kessel, der auf dem Gelände des Heizhauses Zentrum hochgezogen werden soll: Ein sogenannter Netzpufferspeicher, rund 18 Meter hoch, mit einem Durchmesser von zehn Metern. Nein, besonders sexy ist der Begriff nicht. „Die Hennigsdorfer werden dafür wohl schnell einen Spitznamen finden“, sagte Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther bei der Vorstellung am Mittwoch und drückte, unter anderem mit Stadtwerke-Chef Thomas Bethke auf einen roten Buzzer, der eine Webcam startete. Auf den Internetseite der Stadtwerke können Besucher nun zuschauen, wie der Speicher in den kommenden Monaten hochgezogen wird.

Mit dem Projekt wollen die Hennigsdorfer Stadtwerke für die intelligente Nutzung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen sorgen. „Wir können den Wärmespeicher perspektivisch im Prinzip wie einen überdimensionierten Tauchsieder nutzen, um Warmwasser zu produzieren“, erklärte Stadtwerke-Chef Thomas Bethke. Das verhindere, dass der überschüssige Strom im Netz störe, und Anlagen abgeschaltet werden müssten. Das Wasser könne nach Bedarf in das Fernwärmenetz Hennigsdorfs eingespeist werden.

So sieht die Baustelle derzeit aus. Quelle: ENRICO KUGLER

Der rund 1000 Kubikmeter fassende Wärmespeicher am Heizhaus soll zu Beginn des zweiten Quartals 2020 fertig sein. Rund 1,5 Millionen Euro kostet das Projekt, das zu 47 Prozent gefördert wird. Und zwar im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts „WindNODE“ (kurz für „Nordosten Deutschlands“), dessen Ziel es ist, große Mengen erneuerbaren Stroms in das Energiesystem zu integrieren und die Stromnetze stabil zu halten.

Stadt geht in Sachen Klimaschutz voran

Die Stadt Hennigsdorf hat sich schon 2015 ein Klimaschutz-Rahmenkonzept verordnet, mit vielen Maßnahmen soll CO2 eingespart werden. Neben der Nutzung von Abwärme aus dem Stahlwerk sollen etwa auch zwei Solar-Anlagen mit Kollektorflächen von 3000 und etwa 20 000 Quadratmetern gebaut werden. Mit solchen Maßnahmen wollen die Stadtwerke unter dem Titel „Wärmedrehscheibe“ die Fernwärmeversorgung der Stadt bis 2021 zu rund 80 Prozent CO2-frei machen.

Bis 2026 soll die Hennigsdorfer Wärmeversorgung vollends klimaneutral sein. „Ich bin überzeugt, dass wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen können“, erklärte Bürgermeister Thomas Günther. Mit dem Netzpufferspeicher profiliere sich die Stadt einmal mehr als Schrittmacher beim Klimaschutz, und zwar weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

Die Präsentation fand im Heizhaus statt. Quelle: ENRICO KUGLER

„Das Ganze ist von landesweiter Bedeutung“, bestätigte Sebastian Saule, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB). Die Windenergie trage schon zu 20 Prozent zum Energieverbrauch des Landes Brandenburg bei. Man müsse den Strom aber dann nutzen, wenn er zur Verfügung stehe und die Zeiten überbrücken, in denen er nicht zur Verfügung steht. „Wie kann die mit Wind oder Sonne erzeugte Energie aber gespeichert werden? Eine Kernfrage der Energiewende , und die Hennigsdorfer Stadtwerke geben hier eine Antwort“, so Saule.

Besucher können am 12. September und 14.November dieses Jahres, jeweils in der Zeit von 18.00 bis 19.30 Uhr, die Baustelle, Rathenaustraße 4, im Rahmen einer Informationsveranstaltung besichtigen.

Von Marco Paetzel

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