Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hennigsdorf Ermittlungen im „Leichenskandal“ eingestellt
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Ermittlungen im „Leichenskandal“ eingestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 24.02.2019
Dietmar Buchberger arbeitet nicht mehr als Arzt. Quelle: Paetzel
Hennigsdorf

Im November 2017 erschütterte der sogenannte „Leichenskandal“ die Hennigsdorfer AfD. Gegen den Vorsitzenden Dietmar Buchberger, der damals als Arzt zu Leichenschauen gerufen wurde, gab es den Verdacht, er und zwei Kollegen hätten Tote gegen Bezahlung an ein Bestattungsunternehmen im Stadtteil Berlin-Hellersdorf vermittelt. Für jeden Leichnam sollen die Ärzte laut Vorwurf bis zu 300 Euro kassiert haben. Der ungeheure Verdacht wurde nach Recherchen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) bekannt.

Vor einem Jahr berichtete die MAZ zuletzt, dass die Ärztekammer Berlin weiter Zeugen zu dem Vorwurf befragt – diese Befragungen hatten bereits im Juli 2017 begonnen. Bestätigt habe sich der Verdacht gegen die Mediziner aber damals noch nicht, erklärte Sprecher Sascha Rudat. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen in dem Fall zu diesem Zeitpunkt schon eingestellt. Nun laufen auch bei der Ärztekammer Berlin keine Ermittlungen mehr gegen Buchberger. „Da er nicht mehr Kammermitglied bei uns ist, mussten wir die Ermittlungen einstellen“, erklärt Sascha Rudat ein Jahr danach.

Wechselt jemand den Kammerbezirk, kann er nicht mehr belangt werden

Grundsätzlich sei es so, dass man jemanden nicht mehr belangen könne, wenn er den Kammerbezirk verlassen habe. „Das neue Berliner-Heilberufe-Kammergesetz ermöglicht es nun aber, dass wir in solchen Fällen weiter ermitteln. Es trat aber erst Ende November 2018 in Kraft und betrifft Herrn Buchberger deshalb nicht mehr“, so Sascha Rudat. Auf Anfrage der MAZ bestätigte Dietmar Buchberger, dass er tatsächlich den Kammerbezirk Berlin verlassen habe, er sei nach Brandenburg gewechselt.

Als Arzt arbeitet Buchberger inzwischen auch gar nicht mehr. Ende April 2018 hatte er seine Tätigkeit beendet. „Jetzt arbeite ich berufsfremd für die AfD-Bundestagsfraktion“, erklärt der Hennigsdorfer. Die Vorwürfe gegen sich hatte Buchberger stets vehement bestritten. „Anonyme Zeugen beschuldigen einen AfD-Politiker. Da kann sich jeder selbst seinen Reim drauf machen“, hatte er erklärt. Es habe ihn schockiert, als er von den Vorwürfen erfahren habe. Er hatte weiterhin erklärt, er könne sich nicht einmal vorstellen, dass es unter Erstbeschauern eine solche Praxis überhaupt gebe.

Von Marco Paetzel

Ein Zehnjähriger hat am Sonnabend in Hennigsdorf offenbar einen Einbruch verhindert. Er hörte verdächtige Geräusche, rief seinen Vater an, der wiederum die Polizei informierte. Als die Beamten eintrafen, waren die Täter verschwunden.

24.02.2019

Der Landkreis Oberhavel will die Gelben Säcke zur Entsorgung des Verpackungsmülls abschaffen. Die Meinung der Bürger dazu ist eindeutig. Stimmen Sie in unserer Umfrage mit ab.

22.02.2019
Hohen Neuendorf Polizeibericht Oberhavel vom 22. Februar 2019 - Polizeiüberblick: Vorgetäuschter Rohrbruch

Gestohlene Schokolade und zugeklebte Pkw-Türschlösser in Oranienburg, eine findige Seniorin in Hennigsdorf und Kupferdiebstahl in Zehdenick – diese und weitere Meldungen der Polizei Oberhavel lesen Sie im Polizeibericht vom 22. Februar.

22.02.2019