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Hennigsdorf Fahrstuhl im Hochhaus soll bald wieder fahren
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Fahrstuhl im Hochhaus soll bald wieder fahren
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01:15 11.02.2019
Der Fahrstuhl im HWB-Hochhaus ist seit 20. Dezember kaputt.
Der Fahrstuhl im HWB-Hochhaus ist seit 20. Dezember kaputt. Quelle: Enrico Kugler
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Hennigsdorf

Seit dem 20. Dezember ist der Fahrstuhl des HWB-Hochhauses in der Stauffenbergstraße kaputt. Rund 100 Mietparteien leben in dem nördlichsten der drei Hochhäuser, vor allem jene Bewohner sind auf den einzigen Fahrstuhl im Haus angewiesen. Eigentlich sollte der Schaden Mitte Januar behoben sein, doch daraus wurde nichts: Mitarbeiter der Reparaturfirma entdeckten bei der Instandsetzungsarbeiten weitere schadhafte Komponenten, die ausgetauscht werden müssen. Ursprünglich hieß es von der HWB, dass nur die Antriebswelle in dem Lift einen Lagerschaden habe.

Noch steht kein neuer Termin fest, wann der Fahrstuhl endlich repariert sein soll. Bei der HWB hofft man aber nun, möglichst noch in diesem Monat das Problem mit dem Fahrstuhl beheben zu können. „Die HWB arbeitet vom Schadensbeginn an nach Kräften an der Lösung des Problems, ist aber abhängig von der Reparaturfirma und der Ersatzteilfertigung“, erklärt Prokurist Olaf Glowatzki. Eine Welle, die kaputtgegangen war und für die es keinen Ersatz mehr gab, musste in einem Berliner Unternehmen ganz klassisch auf der CNC-Maschine gedreht werden. Das scheint nun demnächst geschafft zu sein.

Mietminderung ist angedacht

Derweil denkt man in der Wohnungsbaugesellschaft darüber nach, wie man die Mieter nun angemessen für die Unannehmlichkeiten entschädigten kann. „Wir werden den Mietern dahingehend sicherlich ein Angebot machen, das ist eine Frage des guten Tons“, erklärt Holger Schaffranke, Chef der HWB. Es werde Pauschalen geben, die je nachdem, in welchem Geschoss die Mieter wohnen, in ihrer Höhe variieren. Der HWB-Chef betont aber auch, dass sich ein Concierge während der ganzen Zeit um die Bedürfnisse der Bewohner gekümmert hat – speziell vier ältere Menschen kommen ohne Fahrstuhl nicht mehr nach draußen. „Deshalb ist die Situation nicht dramatisch.“

Schaffranke betont aber auch, dass ein solcher Defekt nicht noch einmal passieren dürfe. „Wir werden den Sachverhalt mit den zuständigen Unternehmen eingehend analysieren“, sagt der HWB-Chef. Dabei bleiben am Ende wohl zwei Varianten, wie die HWB einen solch langen Ausfall eines Fahrstuhls künftig verhindern kann: Entweder, die Wohnungsbaugesellschaft lagert spezielle Bauteile der Fahrstühle auf Vorrat, sodass im Fall eines Defekts sofort reagiert werden kann. „Oder aber wir müssen die komplette Technik umrüsten“, so Holger Schaffranke. Das würde bedeuten, dass die drei Fahrstühle aus den HWB-Hochhäusern komplett ersetzt werden müssen. Das dürfe man als Variante nicht ausschließen, erklärt Schaffranke. Bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung der HWB am 14. März sollen die Analysen abgeschlossen sein, dann soll eine Lösung präsentiert werden, damit es nie wieder zu einem solch langen Ausfall eines Fahrstuhls kommt.

Von Marco Paetzel