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Hennigsdorf Fast acht Monate Vollsperrung für Brückenbau in der Marwitzer Straße
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Fast acht Monate Vollsperrung für Brückenbau in der Marwitzer Straße
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19:41 26.09.2019
Die Planer der Bahn stellten das Projekt im Rathaus vor. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Die alte Eisenbahnüberführung in der Marwitzer Straße, Baujahr 1925, soll von Juni 2022 bis März 2025 erneuert werden. Bei einer Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn im Hennigsdorfer Rathaus informierte Planer Maik Sommerfeld am Donnerstagabend über den Ersatzbau, der rund 100 Jahre halten solle.

Die Brücke soll einen Stahlbetonrahmen gekommen, die alten Pendelstützen sollen entfallen. Auch das alte Stellwerk soll im Zuge der Erneuerung abgerissen werden. Auch Straßen, sowie Geh-und Radwege in diesem Bereich sollen hergestellt werden. Die Brücke soll eine lichte Höhe von 4,50 Metern und eine lichte Weite von 14,50 Metern bekommen. Die Fahrbahn wird acht Meter breit werden. Der Gehweg wird beidseitig 2,50 Meter messen.

Bürger haben zahlreiche Anmerkungen

Das Bauwerk solle in zwei Bauabschnitten hergestellt, der Bau wird etwa 34 Monate dauern. „Wir haben eine lange Bauzeit bei relativ geringen Einschränkungen für Zug- und Straßenverkehr“, so Planer Maik Sommerfeld. Zunächst soll die alte Brücke abgerissen werden. Insgesamt neun Wochen lang muss die Marwitzer Straße dafür im ersten Bauabschnitt vollgesperrt werden.

Im zweiten Bauabschnitt wird die Straße dann insgesamt etwa 23 Wochen lang für den Pkw-Verkehr gesperrt, auch Gleissperrungen sind zu erwarten. „Die werden sich eher am Wochenende abspielen. Wir werden den Eisenbahnverkehr nicht über Tage oder Wochen lahmlegen.“ Der Verkehr soll über Fontane-, Feld- und Berliner Straße umgeleitet werden, eine Ampel wird dabei zum Einsatz kommen.

Die S-Bahn für Velten ist nicht mit eingeplant

Der Bürger Hagen Degner mahnte an, dass der Platz für die Radler – die auf der Straße mitfahren sollen – möglichst breit geplant werde. Er wollte auch wissen, ob der Bau der Brücke mit dem Abriss der Havelbrücke kollidiere. Der zuständige Fachbereichsleiter Daniel Stenger erklärte, dass über die Havel eine Behelfsbrücke gebaut werde. Probleme werde es deshalb nicht geben. Eine Bürgerin, die in der Fontanesiedlung wohnt, erkundigte sich nach Schallschutz. Diesen solle es laut der Planer jedoch nicht geben.

Ist die Brücke schon für die S-Bahn nach Velten ausgelegt - das wollte ein Bürger wissen. „Uns liegt nichts vor, ich kann Ihnen heute noch nicht mit einer S-Bahn dienen“, so der Planer. Sie werde also nicht mit eingeplant – es sei schlicht nicht betrachtet worden. „Ob wir ein zusätzliches Gleis brauchen, ist gar nicht sicher.“ Dietwald Wolf, Anwohner in der Krummen Straße, befürchtet, dass seine Straße als Umleitung genutzt würde. „Die Straße ist marode, da sollen dann nur Anlieger was zu suchen haben.“

Von Marco Paetzel

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