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Hennigsdorf Ein Bus für Bienen und Co.
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18:44 31.07.2019
Werner Küppers lenkt den Bus der „Artenvielfalt“ und wird von engagierten Helfern unterstützt. Sie hoffen, dass sich viele Hennigsdorfer mit ihrer Unterschrift für den Naturschutz engagieren.
Hennigsdorf

Ein Bus soll Bienen und Co. retten und die Artenvielfalt erhalten. Er tourt zur Zeit durch Brandenburg und steht am 1. und 2. August von je 9.30 Uhr bis 18 Uhr in Hennigsdorf. Denn im Bus werden Unterschriften für die VolksinitiativeartenvielfaltBrandenburg gesammelt.

Sie wurde im April von brandenburgischen Naturschutzverbänden wie dem NABU, dem BUND und der Grünen Liga gestartet. „Ziel der Volksinitiative ist unter anderem, in Schutzgebieten Pestizide zu verbieten, um wertvolle Lebensräume gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten“, sagt Brigitte Krenkers von der Gesellschaft Omnibus für Direkte Demokratie, der der Bus gehört.

Dieser Bus steht am 1. und 2. August in Hennigsdorf am Postplatz und fährt dann weiter nach Pritzwalk. Quelle: Omnibus für direkte Demokratie

Weitere Forderungen im Rahmen der Volksinitiative sind: Landeseigene Flächen sollen naturverträglich bewirtschaftet beziehungsweise nach ökologischen Kriterien verpachtet werden.

An Gräben und Bächen sollten auf einem Zehn-Meter-Schutzstreifen keine Pestizide und Düngemittel aufgebracht werden, um Gewässer zu schützen.

Und: Agrarsubventionen von der EU und vom Land sollen für eine naturnahe Landschaft wie Blühflächen, Hecken eingesetzt und Landwirte im Gegenzug entschädigt werden, wenn sie Schutzzonen errichten.

20 000 Unterschriften werden benötigt

„Wir brauchen 20 000 Unterschriften, damit die Volksinitiative erfolgreich ist“, sagt Brigitte Krenkers. Die Unterschriftenliste wollen NABU und Co dann an den Landtag übergeben, in der Hoffnung, dass er die Forderungen der Naturfreunde umsetzt.

„Falls nicht, gehen wir in die zweite Stufe“, sagt Brigitte Krenkers. In diesem Fall müssen weitere 80 000 Unterschriften gesammelt werden, um ein sogenanntes Volksbegehren umzusetzen. „Dann hat der Landtag noch mal die Möglichkeit, die Forderungen der Bürger umzusetzen.“

Macht er das nicht, könnte ein Volksentscheid die Folge sein. „Stimmen in diesem Fall 25 Prozent aller Wahlberechtigten zu, können die Brandenburger selbst ein neues Gesetz verabschieden oder eine Änderung erwirken“, sagt Brigitte Krenkers.

Seit 1990 sind landesweite Volksabstimmungen möglich

Seit 1990 sei es in jedem Bundesland möglich, eine landesweite Volksabstimmung durchzuführen.

Bei einem Volksbegehren in Bayern im Februar sollen innerhalb von zwei Wochen 1,7 Millionen Bürger für den Erhalt der Artenvielfalt unterschrieben haben. „Darauf hin hat der Freistaat Gesetze zugunsten des Naturschutzes und der Artenvielfalt geändert“, sagt Brigitte Krenkers .

So soll im Gesetz verankert worden sein, dass bis 2030 die ökologische Landwirtschaft auf 30 Prozent erhöht wird. Außerdem sollen Pestizide reduziert und mehr Lehrstühle für ökologische Landwirtschaft eingerichtet werden.

Imker Kunert: „Ein Schritt in die richtige Richtung.“

„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um dem Schwinden der Arten entgegenzuwirken“, sagt Thomas Kunert (44), Vorsitzender der Hennigsdorfer Imker. Es sei erfreulich, dass sich so viele Menschen für die Natur engagieren. Auch Imker und Bauern müssen künftig enger zusammenarbeiten.

Der „Bus der Artenvielfalt“ gehört zum Bündnis Omnibus für direkte Demokratie – der Künstler Joseph Beuys (gestorben: 1986) hatte einst die Idee. Seit 1987 ist der „Omnibus für direkte Demokratie“ bundesweit auf Tour und sammelt Unterschriften für verschiedene Projekte wie „Das Grundrecht auf Einkommen“ oder „Ideen und Aktionen für ein vielfältiges und selbstverwaltetes Schulwesen.“

Mehr Infos auch unter: www.omnibus.org

Von Jeannette Hix

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