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Hennigsdorf Laufen für Toleranz und Teamgeist
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Laufen für Toleranz und Teamgeist
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17:55 27.09.2019
Beim Erwärmungslauf machten alle Schüler mit, damit sie sich keine Zerrungen oder andere Blessuren holen. Quelle: Robert Roeske
Hennigsdorf

Und dann greift sich Tim Weigelt den Staffelstab, zieht auf der nassen Laufbahn seinen Sprint an. „Unser schnellstes Pferd im Stall“, kommentiert der Sprecher vom Rand des Gemeindeackers und lobt Tims perfekte Körperhaltung. Seine Mitschüler kichern. 100 Meter spult der 13-Jährige im Vollsprint ab, bevor er den Staffelstab aus der Hand gibt. Mit seinem Lauf ist Tim zufrieden, alles sei glatt gegangen.

Mit einer Zeit von 3,07 Minuten gewinnt seine Klassenstaffel am Ende auch. Doch das ist nicht das Wichtigste an diesem Freitag, an dem der Albert-Schweitzer-Gedenklauf zum 25. Mal stattfindet. Es ist vor allem ein Lauf zu Ehren des Namensgebers der Hennigsdorfer Oberschule. „Es macht einfach Spaß, sich gegen die anderen zu messen. Aber der Toleranzgedanke ist auch ganz wichtig“, sagt der 13-Jährige, der die 8b besucht.

Es geht um Toleranz

Alle Schüler aller Klassen nahmen am Gedenklauf teil, insgesamt waren 342 Mädchen und Jungen auf den Gemeindeacker gekommen. Die Klassen der einzelnen Stufen traten jeweils gegeneinander an. „Wir sind zwar unterschiedlich, aber wir haben eines gemeinsam: Wir sind Menschen. Menschen, die dafür zu sorgen haben, dass unsere Kinder später mal in Frieden und in einer sauberen Umwelt leben können“, erklärte Sportlehrerin Carola Wenk, die den Lauf organisiert.

Die Schüler gaben alles. Quelle: Robert Roeske

Der Gedenklauf findet seit 2005 auf dem Gemeindeacker statt. Vorher liefen die Schüler im Wald nahe der Schweitzer-Oberschule, bis Hornissen die Läufer heimsuchten. „Drei, vier Krankenwagen waren da, weil sehr viele Lehrer und Schüler gestochen worden sind“, so Carola Wenk. Sie bedankte sich bei der Hennigsdorfer Stadtverwaltung, dass diese den Sportplatz nun zur Verfügung stellt. Für Bürgermeister Thomas Günther eine Selbstverständlichkeit. Der Name Albert Schweitzer sei eine Verpflichtung. „Ich finde es fantastisch, dass ihr dieser Verpflichtung auch nachkommt, und das schon zum 25. Mal.“ Schweitzers Motto „Ehrfurcht vor dem Leben, Dienst am Menschen würden die Schüler umsetzen – mit Toleranz, Respekt, Unterstützung, Partnerschaft und Hilfe. „So wie Albert Schweitzer das hervorragend in Afrika umgesetzt und vorgemacht hat“, erklärte der Bürgermeister im Regen.

Die 15 Schnellsten der Klassen liefen mit

Und diese Werte stehen tatsächlich im Vordergrund des Laufes. Denn nicht jeder Schüler läuft mit – die Klassen wählen die 15 Schnellsten aus ihren Reihen aus. Die restlichen Schüler feuern an, helfen bei Getränken und wo auch immer sie noch benötigt werden. „Der Teamgedanke ist uns ganz wichtig, wir wollen hier gemeinsam etwas bewegen“, sagt Sportlehrerin Carola Wenk. Um Spenden geht es beim Gedenklauf aber nicht. Für den guten Zweck laufen die Schweitzer-Schüler regelmäßig, immer im Frühjahr sammeln sie mit einem Spendenlauf auf dem Gemeindeacker zugunsten des Urwaldspitals Lambarene im zentralafrikanischen Staat Gabun.

Bürgermeister Thomas Günther gab den Startschuss. Quelle: Robert Roeske

Am Ende standen die Sieger der einzelnen Klassen fest, sie nehmen einen Wanderpokal mit. Die Schnellsten waren in ihren Stufen die Klasse 7d (3,14 Minuten), die Klasse 8b (3,07), die Klasse 9a (3,07) und die Klasse 10c (2,50 Minuten). Am Ende lief auch noch eine Staffel aus Schülern und Lehrern, weil die 10c sonst keinen Gegner gehabt hätte. Sie erreichte eine Zeit von 3,05 Minuten. Organisatorin Carola Wenk war zufrieden: „Trotz des Wetters sind alle gelaufen und haben ihr Bestes gegeben.“

Von Marco Paetzel

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