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Hennigsdorf Nach Brand im Hennigsdorfer Oberstufenzentrum: Unterricht hat wieder begonnen
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Nach Brand im Hennigsdorfer Oberstufenzentrum: Unterricht hat wieder begonnen
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18:25 06.01.2020
Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Im Lichthof ist eine Spezialfirma zugange, die ihn einrüstet. Quelle: Foto: Kreisverwaltung
Hennigsdorf

Das war ein kurzer Tag: Gegen 10.15 Uhr kamen die beiden Teenager am Montag schon wieder aus dem Hennigsdorfer Oberstufenzentrum. „Heute ist kein Unterricht für uns , es geht erst morgen wieder richtig los“, sagt einer der angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten. Nach dem Brand am Silvestertag, bei dem mutmaßlich ein Feuerwerkskörper das Dach des OSZ in Brand gesetzt hatte, hatte die Kripo das Dach der Schule wieder freigegeben. Zudem waren am Montag zahlreiche Gutachter im Haus, um die Schwere der Schäden einzuschätzen. Auch Oberhavels Landrat Ludger Weskamp verschaffte sich am Vormittag einen Eindruck über den Stand der Aufräum- und Sanierungsarbeiten

Bereits um 8.30 Uhr hatte OSZ-Schulleiter Peter Mohr seine Schüler und Lehrer versammelt, um über die aktuelle Lage nach dem Brand zu informieren – ein Teil der Klassen konnte ihren regulären Unterricht bereits wieder aufnehmen. Schüler der Berufsschulklassen indes sind in dieser Woche in ihren Betrieben tätig. „Da haben wir also erstmal keine Sorgen“, erklärte Peter Mohr. Er sicherte den Schülern zu, dass trotz der Ausnahmesituation alle Voraussetzungen geschaffen würden, um allen Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Bedingungen für den Abschluss zu bieten.

Der komplette Bauteil B der Schule fehlt

Fest steht inzwischen auch, dass gesundheitliche Belastungen in Folge der Brandschäden nicht zu befürchten seien. Das hätten laut Kreisverwaltung Untersuchungen eines externen Sachverständigen ergeben. Bauteil B des Schulgebäudes könne aber zurzeit nicht genutzt werden – hier hatte das Feuer auf dem Dach gebrannt. Daraufhin war Löschwasser war in den Atriumbereich und in mindestens zwölf weitere Klassenräume sowie das Lehrerzimmer gelaufen. „Aktuell fehlt uns dieser komplette Bauteil B“, erklärt Schulleiter Peter Mohr. Neben den Klassenräumen würde auch die Cafeteria gesperrt bleiben, Mohr hofft aber, dass diese, wie auch einige Klassenräume, in der kommenden Woche wieder zur Verfügung stehen, wenn die Schüler aus ihren Betrieben zurückkehren. Ist das nicht der Fall, hat unter anderen der TÜV oder die Hennigsdorfer Pur-Gesellschaft Hilfe angeboten. Deren Haus liegt unweit des OSZ in der Fabrikstraße und würde freie Räume bieten. „Dafür sind wir sehr dankbar. Ob wir diese Hilfe in Anspruch nehmen müssen, wird sich mit den Sanierungsfortschritten in den kommenden Tagen zeigen“, so Mohr. Priorität habe der Unterricht am OSZ.

Ob es Feuchteschäden in Decken, Wänden und Fußböden gibt, untersucht derzeit ein Fachunternehmen für Brandsanierung. Zudem muss die Oberhaveler Kreisverwaltung als Träger der Schule klären, ob es Schäden an der Statik des Gebäudes gibt. Außerdem erfolgt eine außerordentliche Wartung und Reparatur an den Elektroanlagen. Zudem laufen aktuell Reinigungsarbeiten – dafür ist eine Spezialfirma im Einsatz. Der komplette Atriumsbereich muss dafür eingerüstet werden. Solange die Arbeiten laufen, ist die Cafeteria außer Betrieb.

Etliche Einrichtungsgegenstände sind ein Fall für den Sperrmüll. Quelle: Marco Paetzel

Die Suche nach den Brandverursachern geht indes weiter: Zeugen, die am 31.12. im Zeitraum von 17.15 bis 17.35 Uhr Personen beobachteten, die in der Nähe der Schule Pyrotechnik zündeten und den Brand ausgelöst haben könnten, werden gebeten, sich in der Polizeiinspektion Oberhavel unter der Telefonnummer 03301/8510 zu melden.

Von Marco Paetzel

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