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Hennigsdorf Nachwuchsgeiger schafft es ins Bundesfinale
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00:23 12.04.2019
Louis Ferdinand hat es ins Finale geschafft. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

In Ihren Altersklassen II und III haben Jona Rakoczy (11) und Louis Ferdinand Glauch (13) Ende März in Eberswalde abgeräumt. Die Nachwuchsgeiger der Hennigsdorfer Musikschule holten beim Landesfinale von „Jugend musiziert“ jeweils einen ersten Preis – und das trotz Schülern von Musikgymnasien oder dem Konservatorium Cottbus, die ganz anders gefördert werden als es in einer Musikschule möglich ist.

Während Jona es vor den strengen Ohren der Jury auf die Höchstpunktzahl von 25 brachte, schaffte Louis Ferdinand 23 Punkte. „Dass die Jungs das trotz dieser Konkurrenz gepackt haben, das ist schon eine tolle Leistung“, sagte Ronny Heinrich, Leiter der Hennigsdorfer Musikschule. Am Dienstag dankte er den beiden Jungs mit Blumen und einem Gutschein für das Musikhaus Spandau für ihre Leistungen.

Musikschulleiter Ronny Heinrich dankte den beiden Nachwuchsgeigern. Quelle: Marco Paetzel

Louis Ferdinand Glauch kann sogar noch weiter kommen: Ab seiner Altersklasse ist die Qualifikation für das Bundesfinale von „Jugend musiziert“ möglich, und das hat der Junge gepackt. Anfang Juni wird der Hennigsdorfer am Bundesfinale in Halle (Saale) teilnehmen, das vom 6. bis 13. Juni stattfindet. Und der Schüler des Tegeler Humboldt-Gymnasiums ist optimistisch, dass er dort erfolgreich sein kann. „Ein zweiter oder dritter Platz wäre mein Ziel. Da sind Leute aus ganz Deutschland dabei, die den Wettbewerb schon fünfmal gewonnen haben“, sagt der Teenager, der selbst schon Wettbewerbe in Hamburg gewinnen konnte und in Italien einen respektablen dritten Platz belegt hat.

Ziel ist eine Karriere als Solo-Geiger

Das Abschneiden in Halle könnte über die Zukunft von Louis Ferdinand Glauch entscheiden. Ist er erfolgreich, steigen seine Chancen auf eine erfolgreiche Solokarriere. Sein Traum wäre es, am Julius-Stern-Institut angenommen zu werden. Der Teil der Fakultät Musik der Universität der Künste Berlin ist eine der besten Adressen für die musikalische Nachwuchsförderung in Deutschland.

Jona spielt, seit der viereinhalb Jahre als ist. Quelle: Marco Paetzel

Doch die Entscheidung darüber dürfte erst im Laufe des kommenden Schuljahres fallen. „Viel später dürfte es auch nicht sein, wenn er eine Karriere starten will“, erklärt Ronny Heinrich. Der Musikschulleiter wäre dann auch nicht traurig, wenn er das Geigen-Talent ziehen lassen müsste. Was Jona Rakoczy angeht, den Ronny Heinrich als „Überflieger“ adelt, so will er sein Geigenspiel eher als Hobby weiterführen. „Ich weiß nicht, ob ich das beruflich schaffen würde.“

Geige spielen macht glücklich

Louis Ferdinand und Jona haben eine ähnliche Geschichte. Beide haben mit viereinhalb Jahren an der Musikschule das Geigenspiel begonnen. Beide wollten eigentlich Klavier spielen. „Da gab es aber keine freien Plätze. Bei Geige schon“, erinnert sich Jona Rakoczy, dessen Zwillingsbruder Kai ebenfalls erfolgreicher Nachwuchs-Geiger der Musikschule ist. Wenn Jona Geige spielt, dann macht ihn das glücklich. Im wahrsten Sinne des Wortes.

„Selbst wenn ich traurig bin, geht es mir danach viel besser“, sagt der Elfjährige, der ebenfalls das Humboldt-Gymnasium besucht. Louis-Ferdinand Glauch indes liebt am Geigenspiel die vielen Möglichkeiten, das Instrument etwa fröhlich oder traurig klingen zu lassen. „Und wenn das Publikum klatscht, ist das auch immer ein schöner Moment.“ Dankbar sind die beiden Jungen ihren Geigenlehrern Cyrus Mahbub und Inobat Akhmedova.

Von Marco Paetzel

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