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Hennigsdorf Neue Rettungswache für Hennigsdorf
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15:43 14.05.2019
Ordnungsdezernent Matthias Rink und Landrat Ludger Weskamp mit den Plänen für den Bau. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Landrat Ludger Weskamp, Ordnungsdezernent Matthias Rink und der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken GmbH, Dr. med. Detlef Troppens, haben heute während eines Pressegesprächs die Pläne zum Neubau der Rettungswache Hennigsdorf am neuen Standort in der Veltener Straße vorgestellt. „Unser Landkreis verändert sich permanent, seine Bevölkerung wächst erfreulicherweise weiter. Das schlägt sich natürlich auch im Einsatzaufkommen des Rettungsdienstes nieder“, sagte Landrat Ludger Weskamp. „Mussten die Rettungstransportwagen im Jahr 2008 in ganz Oberhavel 16 884-Mal ausrücken, fuhren sie 2018 bereits 21 600 Notfalleinsätze. Immer wieder müssen wir auf die Veränderungen reagieren. Es geht hier um das Leben und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Der Kreistag des Landkreises Oberhavel hatte am 13. Juli 2016 den Rettungsdienstbereichsplan beschlossen, der unter anderem vorsah, die Rettungswache Hennigsdorf zu verbessern. „Als Träger des Rettungsdienstes haben wir die verantwortungsvolle Aufgabe, die Notfallrettung in unserem Landkreis zu organisieren“, so der Landrat. „Wir haben die Bestandssituation im Versorgungsbereich Hennigsdorf geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir nur mit einem Neubau den in vielerlei Hinsicht gestiegenen Anforderungen am besten gerecht werden können.“

Auf kreiseigenem Grundstück wird gebaut

Nach dem Kreistagsbeschluss erfolgte zunächst eine Projektplanung, für die die Oberhavel Kliniken GmbH mit der Rettungsdienst Oberhavel GmbH als 100-prozentiger Tochter als Generalübernehmer verantwortlich zeichnete. In deren Ergebnis wurde der Neubau der Hennigsdorfer Wache empfohlen. Dem folgte auch der Kreistag Oberhavel, der mit dem Beschluss des Rettungsdienstbereichsplanes 2018 die Fortschreibung des Projektes gemäß der Vorplanung und auf der Basis der aktuellen Kostenschätzung vom 4. Oktober 2018 den Weg ebnete.

„Die neue Rettungswache – sie ist übrigens auch eine Lehrrettungswache – wird auf dem kreiseigenen Grundstück an der Veltener Straße 31 errichtet“, führte Matthias Rink, Dezernent für Service, Finanzen und Ordnung, aus. „Dieser Standort mit einer Fläche von 2 280 Quadratmetern ist sowohl aus Sicht der Erreichbarkeit und damit der Einhaltung der Hilfsfristen als auch aus finanzieller Sicht von großem Vorteil.“

Rettungswagen der neuen Generation sollen zum Einsatz kommen

Dr. med. Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken GmbH und der Rettungsdienst Oberhavel GmbH, ergänzte: „Mit dem Neubau werden sich die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für die Belegschaft erheblich verbessern. Das neue Gebäude trägt den gesetzlichen Bestimmungen und dem Gesundheitsschutz umfassend Rechnung, beispielsweise durch Abgasabsauganlagen in der Fahrzeughalle. Die Rettungskräfte können sicher, gesundheitsgerecht und motiviert arbeiten, und auch die Ausbildung wird fortan ohne Beeinträchtigung der Betriebsabläufe realisiert werden können. Nach Fertigstellung passen dann auch die RTW der neuen Generation in die Garage, wodurch die Patientensicherheit erhöht und die Arbeitsbedingungen auch im Einsatz verbessert werden.“

So soll die neue Rettungswache aussehen: Die neue Fahrzeughalle wird anstelle von vier nunmehr acht Fahrzeugstellplätze besitzen. So sieht es auch der Rettungsdienstbereichsplan 2018 für die beiden größten Rettungswachen Oranienburg und Hennigsdorf inklusive Reservevorhaltung gemäß Landesrettungsdienstplanverordnung vor. Es werden folgende Fahrzeuge vorgehalten: 2 Rettungstransportwagen (RTW) im Regelbetrieb 24 Stunden, an sieben Tagen, 2 RTW im Regelbetrieb zwei mal acht Stunden, zeitversetzt, an sieben Tagen, 1 Notfalleinsatzfahrzeug (NEF) im Regelbetrieb 24 Stunden, an sieben Tagen, 1 NEF Reserve mit der Möglichkeit, diesen in den Regelbetrieb zu überführen, 1 Krankentransportwagen (KTW) im Regelbetrieb, neun Stunden, an fünf 5 Tagen und 1 RTW als Ausfall-Reserve.

Die Standards für den Bau sind gestiegen

Auf Grund der gestiegenen Anforderungen wird der Hennigsdorfer Neubau im Vergleich zur 2016 eingeweihten neuen Rettungswache Oranienburg auf einem noch höheren Stand errichtet. So werden beispielsweise alle Fahrzeugstellflächen über eine separate Ausfahrt verfügen, in der Fahrzeughalle wird eine Abgasabsaugung eingebaut und der Schulungsraum wird zusätzlich über eine Teeküche sowie einen Sanitärtrakt verfügen. Energetisch wird das Gebäude den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung entsprechen.

Bei den funktionalen Anforderungen setzte das Architektenbüro den Standard der 2018 neu errichten Rettungswache Kremmen an. Der Ausrüstungsstandard wird sich auf dem Niveau der Rettungswache Oranienburg beziehungsweise der Rettungswache in Kremmen befinden – also hochmodern und den künftigen Anforderungen entsprechend.

2,6 Millionen Euro kostet das Projekt

Die Brutto-Baukosten werden vom beauftragten Architektenbüro, der Marbacher Bauleitungs- und Planungsgesellschaft mbH, auf gut 2,6 Millionen Euro geschätzt. Nach dem Erhalt der Baugenehmigung soll im I. Quartal 2020 der Grundstein gelegt werden. Richtfest soll dann im III. Quartal 2020 gefeiert werden und im II. Quartal 2021 soll die In-Dienst-Stellung der Rettungswache erfolgen.

Die Rettungswache Hennigsdorf versorgt folgende Bereiche: in der Gemeinde Oberkrämer: Vehlefanz, Bötzow, Eichstädt, Marwitz, Wendemark, in der Stadt Hennigsdorf: Hennigsdorf, Nieder Neuendorf, Stolpe-Süd, in der Stadt Hohen Neuendorf: Stolpe-Dorf, in der Stadt Velten: Velten, Hohenschöpping sowie Abschnitte der Bundesautobahn A111 und A10.

Der Landkreis Oberhavel betreibt zur flächendeckenden Notfallrettung elf Rettungswachen und eine abgesetzte Wache. Jeder Rettungswache ist ein Rettungswachenversorgungsbereich zugeordnet, in dessen Grenzen die Hilfsfrist von 15 Minuten für jeden an einer Straße gelegenen Einsatzort planerisch eingehalten werden kann.

Von MAZonline

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