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Hennigsdorf Neujahrsempfang: Zukunft des Stadtbades klärt sich 2020
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10:57 24.01.2020
Mathias Bohn, Barbara Böttcher, Renate Boetticher und Gabriele Löschik wurden geehrt (v.l.). Quelle: ENRICO KUGLER
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Hennigsdorf

Der Bürgermeister begrüßte jeden Gast persönlich am Eingang des Stadtklubhauses. Und da hatte Thomas Günther viele Hände zu schütteln: Rund 220 Menschen waren der Einladung der Stadt zum 25. Neujahrsempfang gefolgt – darunter Stadtverordnete, Unternehmer, Kulturschaffende, Mitglieder von Hennigsdorfer Vereinen. „Dieser Empfang soll Dank und Wertschätzung für Sie alle sein“, so der Bürgermeister zu Beginn seiner Rede.

Er schaute auf das vergangene Jahr zurück, in dem sich die Stadt endgültig von der Kohlefeuerung in der Fernwärmeversorgung verabschiedet hatte. „Im August startete bei den Stadtwerken der Neubau eines Wärmespeichers. Zusammen mit der Nutzung von Abwärme aus dem Stahlwerk, soll bis 2021 unsere Fernwärmeversorgung zu etwa 80 Prozent durch erneuerbare Energieträger funktionieren“, so Günther. Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für die nächsten Generationen sei eine der wichtigsten Aufgaben für die Politik. „Wie die jüngste Debatte um Fernwärmepreise zeigt, muss bei all den richtigen und notwendigen Maßnahmen auch bedacht werden, dass der Umbau einer hoch komplexen Wohlstandsgesellschaft wie unserer Zeit und Geld kostet“, so Günther mit Blick auf die Preiserhöhung der Stadtwerke um durchschnittlich 13 Prozent, die für viel Unmut gesorgt hatte.

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Lutz-Peter Schönrock (r.), fast 30 Jahre lang Stadtverordneter, wurde verabschiedet. Quelle: Enrico Kugler

Klimaschutz müsse allen etwas wert sein. Er erinnerte auch an die Unterschriftenaktion gegen die Sperrung der Havelbrücke, die etwa neun Monate gedauert und ein Verkehrschaos für die Stadt bedeutet hätten. „Jetzt geht‘s im Herbst dieses Jahres also voraussichtlich los mit der Vormontage der neuen Brücke auf dem Festplatz an den Havelauen. Ein wichtiges Bauprojekt, das uns dann noch ein paar Jahre beschäftigen wird.“

Die ausgezeichneten Ehrenamtler

Renate Boetticher wurde beim Empfang für ihr Engagement im LEW-AEG-Seniorenclub geehrt. Seit 2010 ist sie Schriftführerin und leitet Interessengruppen. Barbara Böttcher wurde für ihr Engagement im Hennigsdorfer Judoverein geehrt. Seit 1995 trainiert sie eine Rückengymnastikgruppe.

Gabriele Löschik wurde geehrt, weil sie seit mehr als zehn Jahren mit Senioren in Hennigsdorf-Nord trainiert, Ausflüge und Treffen organisiert.

Mathias Bohn erhält den Umweltpreis. Der Betreuer der ersten Männermannschaft des FC 98 trennt und entsorgt Müll und ist so Vorbild für alle.

Mit Blick auf den geplanten Neubau des Stadtbades erklärte der Bürgermeister, dass der Bau der Halle noch nicht zu 100 Prozent sicher sei. „Derzeit kann man mit gutem Gewissen davon ausgehen, dass die beschlossene Obergrenze von 25 Millionen Euro eingehalten wird.“ Nagelprobe würden die Ausschreibungen im zweiten Halbjahr 2020 sein – erst dann wird deutlich, ob die Kostengrenze gehalten werden kann. Lobend erwähnte Günther, dass die beantragten zehn Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Alten Gymnasiums genehmigt worden seien. „Der Umbau des denkmalgeschützten Gymnasiums zum „KreativWerk“, zum Gründerinnen- und Gewerbezentrum kann beginnen.“ Mit dem Haus fördere die Stadt kleine und mittelständische Unternehmen in der Gründungsphase und die Life-Science-Branche. „Und wir komplettieren weiter unsere Wirtschaftsstruktur, die mit Stahl, Schiene und Biotechnologie schon sehr zukunftsträchtig aufgestellt ist.“

Die Groove Onkels sorgten für Stimmung. Quelle: Enrico Kugler

Ein weiteres Thema sei der Wohnungsbau, die Nachfrage nach Wohnraum für Normalverdiener sei ungebrochen. Günther erinnerte an den beschlossenen Masterplan für Wohnungsbau, der Gebiete in der Stadt eruieren soll, und an die neuen Häuser im Schweitzer-Viertel – hier entstehen 114 Wohnungen, zudem wird das Quartier aufgewertet.

Rund 22,4 Millionen Euro investiert die Stadt – vor allem für die Infrastruktur. Unter anderem wird die lange fällige Sanierung der Stadtsporthalle vorbereitet und 2021 umgesetzt. „Denn Hennigsdorf ist eine Sportstadt, mit 4 400 Aktiven in 29 Vereinen.“ Günther bedankte sich auch bei den Mitgliedern der Wehr: „Über 300-Mal Ausrücken im Jahr heißt auch über 300-Mal Hilfe in kleinen oder großen Notfällen leisten.“ Der Bürgermeister dankte auch den rund 500 Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie Stadtverordneten, die nach der Wahl nicht mehr im Gremium vertreten sind.

Rund 220 Gäste waren gekommen. Quelle: Enrico Kugler

Von Marco Paetzel

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