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Hennigsdorf Neujahrsempfang im Stadtklubhaus
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Neujahrsempfang im Stadtklubhaus
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00:22 28.01.2019
Die Ausgezeichneten posierten für ein Foto. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Das Stadtklubhaus war heimelig geschmückt, das Buffet frohlockte: Mehr als 200 Besucher, Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Vereinen, waren am Donnerstagabend zum Hennigsdorfer Neujahrsempfang im Stadtklubhaus gekommen. An der Tür stand der neue Bürgermeister Thomas Günther und begrüßte die Gäste.

Und dann hielt der Rathaus-Chef seine erste Rede bei einem Neujahrsempfang. „Als ich vor knapp einem Jahr das Amt von Andreas Schulz übernahm, musste ich feststellen: Selbst wenn man hier geboren wurde, seit über 20 Jahren Stadtverordneter war und auch sonst politisch nicht ganz unerfahren ist – Bürgermeister kann man nicht üben, lernen oder sich auf das Amt vorbereiten.“ Man müsse ins Wasser springen und losschwimmen, jeder Tag sei eine spannende Erfahrung. Ob in Politik, Verwaltung, Kitas, Schulen, Unternehmen, Kirchen oder Vereinen. „Sie alle haben mir die ersten Schritte als Bürgermeister leicht gemacht“, erklärte Thomas Günther.

25 Millionen Euro für das Stadtbad

Die Stadt steht zweifelsohne vor großen Herausforderungen: Günther ging auf das Stadtbad ein, das nun in abgespeckter Variante gebaut werden soll. Die Planung sei beauftragt. „Wir werden spätestens Ende kommenden Jahres, so lange dauert so etwas leider, wissen, ob wir im selbst gesetzten Kostenrahmen von 25 Millionen Euro bleiben.“ Ein Sorgenobjekt sei auch das Alte Gymnasium, das zum Zentrum für Gründerinnen ausgebaut werden soll. Hier fehlen der Stadt fünf Millionen Euro. „Wir werden auch hier einen zweiten Anlauf machen, um über ein Förderprogramm doch noch Sanierung und Umbau stemmen zu können, Ausgang im Moment leider offen.“

Die Stadt habe zudem Interesse daran, keine Industriebrachen zu haben, erklärte Günther mit Blick auf die unklare Zukunft des Bombardier-Werks. Dafür hatten die Stadtverordneten im Sommer 2018 der Gründung einer Entwicklungsgesellschaft zugestimmt. Man wolle neuen Unternehmen die Chance auf Ansiedlung geben, so Günther.

226 Wohnungen für Hennigsdorf

Die Stadt sei wirtschaftlich erfolgreich, daraus ergebe sich auch mehr Bedarf an Wohnraum. Das Projekt Fontanehöfe – hier sollen 112 Wohnungen entstehen – wachse, 114 Appartements sollen zudem in der Albert-Schweitzer-Straße gebaut werden. Der Wohnungsbau werde aber eines der zentralen Themen bleiben. „Wir können und wollen auch nicht Waldflächen roden oder auf der grünen Wiese neu bauen“, so Thomas Günther. Wohnungsbau werde deshalb immer mit Verdichtung und Veränderung von Nutzungen verbunden sein.

Der Bürgermeister schaute auch auf das Jahr voraus: Die Brücke nach Nieder Neuendorf werde frei befahrbar sein, genau wie die ehemalige Regenbogenschule, die nun ein Hort für Hennigsdorf-Nord wird. Auch der Conradsberg werde als Gemeinschaftszentrum für alle Generationen eröffnet. Zudem würde die Verwaltung die Planungen für die Sanierung der Stadtsporthalle angehen. „Außerdem haben die Stadtverordneten mit dem Haushalt für dieses Jahr beschlossen, den Sport und die Seniorenarbeit finanziell noch besser zu unterstützen“, so der Bürgermeister.

Rund zwölf Millionen Euro nehme die Stadtverwaltung in diesem Jahr in die Hand, um die kommunale Infrastruktur auszubauen. Der Bürgermeister lud alle Hennigsdorfer ein, am 11. Mai ins Rathaus zu kommen. Dann gibt es einen Tag der offenen Tür. Immerhin steht das neue Rathaus schon 15 Jahre am Bahnhof.

Von Marco Paetzel

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