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Hennigsdorf Protest auf dem Postplatz
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Protest auf dem Postplatz
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17:28 28.06.2019
Rund 200 Demonstranten waren gekommen, aus Rheinland-Pfalz sowie aus Brandenburg/Havel und von Bombardier. Quelle: Robert Roeske
Hennigsdorf

Tim Schüffels stand mitten im Pulk auf dem Postplatz. Und er hatte mächtig Wut im Bauch mitgebracht. Rund 25 Prozent weniger als andere Kollegen in Rheinland-Pfalz verdient der Elektroniker, der für die Riva-Stahlwerke in Trier und Horath arbeitet. „Alle anderen Riva-Standorte in Deutschland werden nach Tarif bezahlt, nur wir nicht. Das ist einfach ungerecht“, so der 23-Jährige.

Gemeinsam mit rund 80 Kollegen war er am Freitagvormittag nach Hennigsdorf gekommen, mit Plakaten wie „Tarifvertrag, jetzt!“. Seit 11. Juni befinden sich die Stahlwerker aus Trier und Horath im unbefristeten Streik, vor der Riva-Konzernzentrale in Hennigsdorf wollten sie nun für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren. Gekommen waren auch Mitarbeiter des Rivawerks in Brandenburg/ Havel sowie von Bombardier.

„Das ist unfair, unsozial und einem Riva-Konzern absolut unwürdig.“

Sie wollen, dass die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie auch für sie gelten. Bislang werden die Männer und Frauen etwa 20 Prozent unterhalb des tariflichen Niveaus bezahlt. „Das ist unfair, unsozial und einem Riva-Konzern absolut unwürdig!“,kritisierte Stefanie Jahn, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Oranienburg und Potsdam unter Trillerpfeifen. Stundenlöhne unter zehn Euro ließen die Beschäftigen nicht nur jetzt schlecht über den Monat kommen, sondern auch die Renten seien nach einem langen und harten Arbeitsleben später völlig unzureichend und lägen auf Grundsicherungsniveau.

Die Streikenden zogen durch die Innenstadt bis vor das Stahlwerks-Tor. Dort bekundeten die Tarifsekretärin des Bezirkes Berlin/Brandenburg/ Sachsen Marika Höhn sowie betriebliche Vertreter der Stahlwerke und Betriebsräte von Bombardier und Flammsyscomp ihre Solidarität.

Von Marco Paetzel

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