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Hennigsdorf Ein gläserner Turm für Fahrräder
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Ein gläserner Turm für Fahrräder
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11:27 08.11.2019
Patrick Schönhoff (32) aus Berlin arbeitet in Hennigsdorf. Den Rad-Turm fände er gut. Quelle: Jeannette Hix
Hennigsdorf

Fahrrad an Fahrrad steht am Bahnhof Hennigsdorf im Freien – noch. Denn schon bald könnte am Rathausplatz am Bahnhof ein gläserner Fahrradturm entstehen. Er gilt als Favorit von verschiedenen Bauvorhaben, die die Stadt im Auftrag der Stadtverordneten prüfen ließ – von der Fahrrad-Box bis zur Sammelschließanlage.

„Klarer Favorit ist unserer Meinung nach ein gläserner Fahrrad-Turm mit acht Etagen, in denen 122 Räder Platz haben“, sagt Daniel Stenger, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung. Doch das Rad über mehrere Etagen schleppen müsste man nicht. Denn die Räder werden im gläsernen Turm automatisch an die richtige Stelle bugsiert.

Rad am Rad steht am Bahnhof Hennigsdorf im Freien – noch.  Quelle: Jeannette Hix

So würden Nutzer ihr Rad nach Eingabe von Zugangsdaten auf eine Art Schiene stellen und die Automatik setzt sich dann in Gang. Nur 20 Sekunden Einparkzeit müssten Radler laut den Turm-Erbauern in Kauf nehmen. Fahrrad-Klau, Vandalismus und Unsauberkeit im Fahrrad-Turm gebe es nicht. Auch die Turmstellfläche sei mit rund 50 Quadratmetern gering.

Ursula Sandkühler (80) aus Hennigsdorf würde den gläsernen Fahrradturm zwar nicht benutzen, fände ihn aber für die Pendler gut.   Quelle: Jeannette Hix

Möglich wäre auch der Bau eines Radhauses mit nur fünf Quadratmetern größerer Stellfläche, aber gleicher Ablagemöglichkeit. Da bei dieser Variante die Räder auf einer Art Palette abgestellt werden, bräuchte man laut Experten beim Einparken etwa eine Minute und beim Ausparken etwa zwei Minuten, da auf der Palette mehrere Räder untergebracht sind.

So könnte der gläserne Fahrradturm aussehen.  Quelle: Wöhr/Stadt Hennigsdorf

Insgesamt sieben verschiedene Standorte für ein Rad-Parkhaus hatten die Prüfer im Auftrag der Stadt unter die Lupe genommen. Drei Standorte befinden sich rund um den Rathausplatz, die anderen in Bahnhofsnähe. Stellplatz-Favorit ist südlich am Rathausplatz, Höhe des Telefonhäuschens.

Zwei Stellflächen für Autos würde der Turm-Neubau „schlucken“

Nur zwei Parkplätze würden ihm zum Opfer fallen. Rund 8000 Euro Kosten kämen auf die Stadt für die Verlegung der Telefonsäule, der Straßenleuchte und der Schaukästen zu. Zusätzlich 2000 Euro würde es kosten, wenn der Fahrrad-Turm daneben aufgestellt würde, weil der Stromverteilerkasten und die Straßenlampe verlegt werden müssten. An anderen Standorten wie nordwestlich vom Rathausparkplatz wären Brutto-Kosten von zusätzlich 88.000 Euro einzuplanen, weil verschiedene Medien und Anlagen verlegt werden müssten.

Die Baukosten von 683.326,60 Euro wären bis zu 80 Prozent förderbar

Die Baukosten für den gläsernen Turm liegen bei 683.326,60 Euro. Der Löwenanteil allerdings in Höhe von bis zu 80 Prozent (546.661,28 Euro) könnte gefördert werden, so dass die Stadt nur 136.665,32 Euro an Eigenmitteln aufbringen müsste.

Eine Investition, die sich schon bald bei einem Mietpreis von zwei Euro pro Tag oder zehn Euro pro Monat beziehungsweise 120 Euro pro Jahr sowie einer Auslastung von 75 Prozent amortisiert haben könnte. Langfristig wären so auch die jährlichen Betriebskosten von rund 4.807 Euro abgepuffert. „Uns ist vor allem wichtig, dass wir Radfahrern eine attraktive Abstellmöglichkeit bieten können“, sagt Bürgermeister Thomas Günther (SPD).

Jetzt müssen noch die Mitglieder der Ausschüsse zustimmen

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Verklemmt sich im Turm mal die Transportschiene für die Räder, muss man die Rufbereitschaft bemühen, die bis 18 Uhr 845 Euro und bis 22 Uhr rund 3000 Euro im Jahr kosten – zwei Stunden Wartezeit inklusive. Dem Konzept muss nun der Bauausschuss (14. 11.), der Hauptausschuss ( 20. 11.) sowie die SVV am 11. 12. zustimmen.

Von Jeannette Hix

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