Hennigsdorfer Azubis mit Durchblick: Tipps vom MAZ-Fotografen Robert Roeske
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18:44 28.03.2020
Fotograf Robert Roeske (l.) beim Workshop mit angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten. Quelle: Roland Stelzer
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Hennigsdorf

Wie entsteht ein gutes Sportfoto? Was muss bei Aufnahmen in der Natur bedacht werden? Und wozu hat die Spiegelreflexkamera eigentlich so viele verschiedene Einstellungen? In einem Workshop haben sich Schüler des Hennigsdorfer Eduard-Maurer-Oberstufenzentrums jüngst mit diesen Fragen auseinander gesetzt. Lehrer Roland Stelzer organisiert seit 2013 jedes Jahr einen Foto-Workshop für die angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten im ersten Ausbildungsjahr. Zu Gast an der Schule ist dann der Fotograf Robert Roeske aus Berlin. Schon mehr als 25 Jahre ist der 54-Jährige für die Märkische Allgemeine Zeitung überall im Kreis Oberhavel unterwegs – auf Festen oder Fußballspielen. „Wir sind uns schon vor vielen Jahren hin und wieder als Fotografen auf Veranstaltungen begegnet“, berichtet Roland Stelzer. Der Workshop konnte noch gerade so vor der Schulschließung wegen der Corona-Krise abgeschlossen werden. In kleinen Gruppen erfüllten die Schüler verschiedene Aufgaben mit der Kamera. So sollten die Gesichter vor verschiedenen Hintergründen fotografiert werden. „Dafür konnten wir uns in Hennigsdorf frei bewegen, das fand ich richtig toll“, berichtet der 17-jährige Pascal Tetzlaff. „Wir waren unterwegs an der Havel, am Blauen Wunder und im Rathenaupark. Die Aufgabenstellungen waren so, dass wir viel Raum für eigene Ideen hatten.“ Darüber hinaus vermittelte Robert Roeske den Auszubildenden Effekte von Hell-Dunkel-Kontrasten. „Die Schüler waren sehr offen und fleißig. Sie waren neugierig und haben viele Fragen gestellt“, berichtet der Fotograf. „Es hat wieder viel Spaß gemacht.“

Motivation zum Fotografieren

„Vorher hatte ich noch nicht so viele Kenntnisse übers Fotografieren", sagt Lilli Kaufmann. „Jetzt bin ich motiviert, mich weiterhin damit zu beschäftigen, denn ich möchte lernen, gute Fotos zu machen“, erklärt die 17-Jährige. Die fotografische Ausbildung ist einer von mehreren Schwerpunkten in der Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten. Neben dem digitalen erlernen die Schüler auch Grundlagen des analogen Fotografierens. „Dafür fahren wir normalerweise im Frühjahr für vier Tage nach Stralsund“, sagt Roland Stelzer. Die diesjährige Reise im Mai musste allerdings wegen Corona abgesagt werden.

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Zweijährige Ausbildung am OSZ

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Gestaltungstechnischen Assistenten ist eine zweijährige schulische Ausbildung in Vollzeit, die mit betrieblichen Hospitationen verbunden ist. In Hennigsdorf besteht beispielsweise eine Kooperation mit der Firma Kurt Eulzer Druck. Am Ende der Ausbildung wird ein sechswöchiges Praktikum absolviert. Bewerbungen nimmt das Oberstufenzentrum entgegen.

Von Wiebke Wollek