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Hennigsdorf Nazi-Tattoo: Hennigsdorfer Lehrer klagt gegen seine Kündigung
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Nazi-Tattoo: Hennigsdorfer Lehrer klagt gegen seine Kündigung
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10:50 11.12.2019
Das Landesarbeitsgericht verhandelt über Klage eines Lehrers gegen das Land Brandenburg. Er wendet sich gegen seine Kündigung wegen Tattoos. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Hennigsdorf

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg verhandelt am Mittwoch über die Kündigung eines Lehrers mit rechtsextremen Tattoos. Der Mann hatte gegen das Land Brandenburg geklagt.

Nachdem bekannt geworden war, dass der Lehrer an einer Oberschule in Hennigsdorf (Oberhavel) rechtsextreme Tattoos mit dem Schriftzug „Meine Ehre heißt Treue“ sowie den Symbolen „Wolfsangel“ und „Schwarze Sonne“ trägt, wurde ihm laut Bildungsministerium im Februar fristlos gekündigt.

Lehrer wurde versetzt

Andere Gerichte widersprachen der Entscheidung - dagegen legte das Ministerium Berufung ein. Bis die Kündigung gerichtlich für rechtens erklärt ist, muss das Schulamt Neuruppin den Mann weiter beschäftigen. Er wurde den Angaben nach ins Schulamt Neuruppin versetzt.

Im Sommer 2018 gab es laut Ministerium erste Hinweise auf die rechtsextremen Tattoos des Mannes. Ende Januar habe sich der Verdacht der rechtsextremen Gesinnung erhärtet. Laut einer Prüfung durch den Staatsschutz sind die Tattoos „zweifelsfrei der rechten bis rechtsextremen Szene“ zuzuordnen.

Prozess vor Amtsgericht verschoben

Gegen den Lehrer läuft zudem ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Neuruppin. Am Dienstag sollte vor dem Amtsgericht Oranienburg der Prozess gegen ihn beginnen. Er wurde jedoch abgesagt. Einen neuen Termin gebe es noch nicht, hieß es vom Gericht.

Lesen Sie auch: Kommentar: Lehrer mit Nazi-Tattoos haben an Schulen nichts zu suchen

Von RND/dpa/iro

Dreister geht es kaum: Bislang unbekannte Täter raubten vor wenigen Tagen auf der L172 zwischen Hennigsdorf und Velten einem Pkw-Fahrer die Brieftasche, nachdem sie ihn zuvor unter Zuhilfenahme von Blaulicht auf der Landesstraße gestoppt hatten. Ein Einzelfall? Oder eine neue Betrugsmasche? Wie sollten sich Autofahrer in solchem Fall verhalten? Die MAZ hat nachgefragt.

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