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Hennigsdorf Ein neues Haus auf dem Gelände der alten Fleischerei
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Ein neues Haus auf dem Gelände der alten Fleischerei
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15:56 15.01.2020
Kathrin und Ulf Schaum vor dem neuen Haus, in dem ausschließlich Senioren leben. Quelle: Marco Paetzel, Privat
Hennigsdorf

Ulf Schaum steht mit seiner Frau Kathrin vor dem schmucken Neubau in der Berliner Straße, hier stand einst der Laden der Fleischerei Höhl. „Hier“, sagt er, „ haben die Menschenmassen angestanden.“ Die Schlange habe sogar bis zum Fußgängerüberweg gereicht. Auch Ulf Schaum selbst habe als kleiner Junge oft vor dem Laden gewartet. Generationen von Hennigsdorfern holten sich hier frisches Fleisch, der Laden war beliebt bei der Bevölkerung. Doch das ist Jahrzehnte her. Die Alteigentümer sind verstorben und die Kinder haben das Grundstück an Ulf Schaum verkauft. Aus der Vergangenheit hat Ulf Schaum hier ein echtes Stück Zukunft gemacht: Nach dem Abriss der Fleischerei ließ der Bauingenieur ein Wohn- und Geschäftshaus bauen, das vor technischen Innovationen nur so strotzt.

Rund 1,4 Millionen Euro investiert

Rund 1,4 Millionen Euro haben die Schaums in das neue Haus investiert. Anfang November sind die Mieter eingezogen, sechs Wohnungen gibt es in dem Haus mit 550 Quadratmetern Nutzfläche. Im Erdgeschoss ist eine Versicherungsagentur eingezogen. „Das Besondere an dem Haus ist, dass das komplette Haus mit einer Luftwärmepumpe betrieben wird, so sind wir heiztechnisch autark und nicht von den Stadtwerken abhängig“, erklärt UIf Schaum, der mit seiner Frau Schaum-Bauplanung in der Feldstraße betreibt. So wird das Heiz- und Trinkwasser erwärmt, die Nebenkosten bleiben dadurch gering. In diesen Tagen ist das ein echtes Pfund: Ende November hatten die Hennigsdorfer Stadtwerke angekündigt, dass sich – vor allem, um die Klimaschutzziele und eine CO2-neutrale Fernwärmeversorgung zu erreichen – die Fernwärmekosten 2020 durchschnittlich um etwa 13 Prozent erhöhen. Hinter dem Haus surren zwei Kästen, die die Außenluft ziehen. Sie erzeugen über einen Wärmetauscher Energie, mit der wiederum geheizt wird. „Eine zweite Besonderheit ist, dass jede Wohnung eine separate Lüftungsanlage besitzt, das habe ich im Geschossbau noch nicht gesehen“, erklärt Ulf Schaum.

Alte Fleischerei Hennigsdorf Quelle: Marco Paetzel

Der Vorteil sei, dass es keine Wanddurchbrüche gebe, zudem müssten die Mieter nicht die Fenster öffnen, um zu lüften. „So vermeiden die Mieter Straßenlärm. Schlechte Luft geht auch so raus und frische Luft kommt rein. Und die Restwärme wird noch für die Erwärmung der Frischluft genutzt“, erklärt Kathrin Schaum. Zudem sind die Fenster mit Sonnenrollos ausgestattet, die sich je nach Bedarf öffnen und schließen. Einen Keller indes gibt es im Haus nicht – dafür einen vergleichbaren Raum im Erdgeschoss.

Eingezogen sind Mieter ab 50 Jahren aufwärts, immerhin ist das Haus komplett barrierefrei, mit Fahrstühlen ausgestattet. Gut 8,30 Euro kostet der Quadratmeter Kaltmiete. „Wir wollen die Leute langfristig hier halten. Lieber weniger Miete und dafür keine Fluktuation“, erklärt Ulf Schaum. Alle Bewohner seien alteingesessene Hennigsdorfer oder Menschen, die nach Jahren auswärts wieder in die Stahlstadt zurückkehren.

Von Marco Paetzel

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