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Hennigsdorf Polizeieinsatz wegen einer Fuchsfalle
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Polizeieinsatz wegen einer Fuchsfalle
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02:18 31.05.2018
Marion Strobach hat schon viele Tiere an den Fuchs verloren. Das will sie nicht mehr hinnehmen. Quelle: Foto: Archiv
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Hennigsdorf

Beamte in einem Streifenwagen schauten am Sonnabend bei Marion Strobach in der Tucholskystraße über den Gartenzaun. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, weil die Hennigsdorferin eine Lebendfalle für Füchse auf dem Grundstück aufgestellt hatte. „Die Beamten haben festgestellt, dass darin ein Fuchs eingesperrt war, der aber nicht verletzt war“, erklärte Polizeisprecherin Ariane Feierbach. Ob das Aufstellen der Falle allerdings legal war, das werde derzeit noch geprüft.

Für Marion Strobach, die als Halterin vieler Gänse, Hühner, Kaninchen & Co. auf dem Grundstück wegen des Geruchs und der Geräuschkulisse bei den meisten Nachbarn nicht allzu beliebt ist, sind die Raubzüge der Füchse eine Katastrophe. „Allein in der letzten Woche haben ich elf Enten, vier Kampfhühner und drei Legehühner an den Fuchs verloren.“ Das sei ein herber finanzieller Verlust, außerdem seien auch sehr seltene Tiere Beute des Fuchses geworden. Also habe sie einen Jäger kontaktiert, der eine Lebendfalle auf dem Hof aufstellen sollte. „Anders geht es doch nicht,wir können doch nicht überall gleichzeitig auf dem Hof sein, um die Tiere zu schützen“, sagt Strobach, die an der Musikschule Klavier unterrichtet. Wenn sie nicht da ist, hat ihre Mutter Frida Strobach ein Auge auf den Tierhof.

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Der Fuchs jedenfalls sei in die Falle gegangen und habe dann dort gesessen. Doch Strobach sei Tierfreundin und habe den gefangenen Räuber mit Wasser versorgt. Außerdem habe das Tier sogar eine verendete Ente zum Fressen bekommen, die es bei seinem Raubzug vorher schwer verletzt hatte. „Sie hat es leider nicht geschafft“, sagt die Züchterin. Die Lebendfalle sei mit 2,30 Metern Länge, 1,10 Metern Breite und 70 Zentimetern Höhe außerdem ausreichend groß gewesen. Nach dem Besuch der Polizeibeamten am Gartenzaun am vergangenen Sonnabend habe Strobach den Fuchs dann zum Jäger gebracht. „Er hat ihn wieder freigelassen“, beteuert die Züchterin, die alles richtig gemacht habe. In Zukunft will sie Maßnahmen an ihrem Gartenzaun ergreifen, damit die Füchse ihre Tiere verschonen.

Von Marco Paetzel