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Hennigsdorf Riemen- und Dollenbruch: Ringer und Rugger rudern
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Riemen- und Dollenbruch: Ringer und Rugger rudern
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12:54 01.03.2019
Die Ringer des 1. Hennigsdorfer RV um Tim Siebert (l.) und Tim Riesinger (M.) hatten trotz großer Anstrengungen ihren Spaß. Quelle: Knut Hagedorn
Hennigsdorf

„Herzlich willkommen in den Räumen des Ruderclubs Oberhavel zum zweiten Teil der tollen Aktion ,Die drei großen R’, wir hoffen es macht allen Spaß. Es wird anders werden als bei den Ringern, was schon verdammt anstrengend war.“ Mit diesen Worten begrüßte Ruder-Nachwuchstrainer Mike Jungermann am Donnerstagabend die ungewohnte Gästeschar der Ringer und Ruderer. Allerdings sollte Jungermann bei einer Sache nicht ganz Recht behalten, denn auch bei der Trainingseinheit der Ruderer floß Schweiß in Strömen.

Mit dem rudertypischen Spruch „Riemen- und Dollenbruch“ – der Glück bringen soll – eröffnete RC Oberhavel-Pressesprecherin Ines Paddags die zweite Trainingseinheit der Werbeaktion „Die drei großen R“ in Hennigsdorf. Die drei traditionsreichen Sportarten Rugby (Stahl Hennigsdorf), Rudern (RC Oberhavel) und Ringen (1. Hennigsdorfer RV) wollen ihre Sportarten dabei mehr in den Fokus stellen und für sich die Werbetrommel rühren. „Ich bin nach wie vor begeistert von der Idee, ich denke, man kann schon jetzt sagen, dass sie erfolgreich ist. Resonanz und Nachfrage sind groß, das Feedback durchweg positiv“, freute sich Rugby-Abteilungsleiter Olaf Laetsch über die Fortsetzung des Projekts. Nach einer intensiven Erwärmung durften sich vor allem die Ringer und Rugbyspieler an den für sie ungewohnten Rudergeräten ausprobieren. „Das Training ist gerade für uns ungewohnt, die Abläufe sind komplett anders. Aber es war klasse und hat großen Spaß gemacht“, zeigte sich Rugger Julius Laetsch begeistert. „Mit den Ruderern hatte ich vorher noch keinen Kontakt, daher war es mal schön, auch diese Sportart näher kennenzulernen“, so Laetsch weiter.

Auch RCO-Pressesprecherin Ines Paddags beteiligte sich am Aufwärmprogramm. Quelle: Knut Hagedorn

Seit 105 Jahren besteht die Ruderabteilung in Hennigsdorf, vor der politischen Wende in Deutschland als Ruderabteilung von Motor Hennigsdorf, in den 1990er-Jahren folgte die Umbenennung in Ruderclub Oberhavel. Aktuell hat der RCO knapp 120 Mitglieder. Den Club allerdings mit Leben zu erfüllen, sei nicht einfach, wie Pressesprecherin Ines Paddags betont: „Das alles funktioniert nur über Spenden und durch totales ehrenamtliches Engagement. Die Kosten sind schon enorm, die wir aufbringen müssen. Alleine ein neues Boot kostet zwischen 15 000 und 20 000 Euro. Wir wollen aber auch die Mitgliedsbeiträge nicht exorbitant hoch ansetzen, Rudern ist Volkssport und soll gerade in Hennigsdorf auch für jeden erschwinglich bleiben.“

Ringen, Rugby und Rudern vereint in einer Trainingseinheit. Quelle: Knut Hagedorn

Und genau darin sieht Paddags auch den Wert von Aktionen wie der aktuell laufenden: „Das ist toll und bringt allen etwas.“ Den Abschluss wird Anfang April dann die Trainingseinheit bei den Rugbyakteuren des SV Stahl Hennigsdorf bilden.

Von Knut Hagedorn

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